Rheinmetall Aktie: Zivile Ambitionen
Rekordauftragsbestand, kräftiges Umsatzwachstum — und trotzdem unter Druck. Rheinmetall nutzt den heutigen Auftritt auf der XPONENTIAL Europe in Düsseldorf, um eine andere Seite des Konzerns in den Vordergrund zu rücken: die zivile Mobilität der Zukunft.
Fahrerlose Shuttles am Flughafen
Konkret geht es um ferngesteuerte On-Demand-Shuttles am Düsseldorfer Flughafen. Ab Mai 2026 sollen zwei kleine Passagiertransporter ohne Fahrer an Bord eine zweieinhalb Kilometer lange Strecke vom Flughafenbahnhof und dem EUREF-Campus zum Terminal bedienen — vollständig im öffentlichen Straßenverkehr. Gesteuert werden die Fahrzeuge von einem Remote-Operationszentrum aus, via 5G-Netz und Echtzeit-Cloud-Infrastruktur. Während der Testphase begleitet ein Sicherheitsfahrer den Betrieb.
Das Kostenargument ist dabei zentral: Ein zertifizierter Fernfahrer steuert nicht dauerhaft ein einzelnes Fahrzeug, sondern wechselt nach Zielerreichung auf den zweiten Transporter. Weniger Personal, mehr Effizienz — so lautet die Logik hinter dem Teleoperation-Konzept.
Hinter dem Projekt steckt Rheinmetalls Tochter MIRA GmbH, die gemeinsam mit der Rheinbahn AG den Pilotbetrieb verantwortet. Das Projekt ist Teil des Forschungsprogramms PoQuaSIA, wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und erhielt auf der Messe prominenten Besuch: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller waren bei der Präsentation zugegen.
Militärtechnik im Alltagseinsatz
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Das Projekt steht exemplarisch für Rheinmetalls Dual-Use-Strategie. Die Teleoperation wurde ursprünglich für militärische Anwendungen entwickelt — MIRA überträgt sie nun in den urbanen Nahverkehr. Ähnlich läuft es beim Forschungsprojekt RemODtrAIn, das MIRA gemeinsam mit Siemens Mobility vorantreibt: Dort geht es um Teleoperations- und KI-basierte Hinderniserkennungssysteme für Deutschlands ICE-4-Flotte.
Starke Zahlen, schwache Aktie
Die zivilen Ambitionen fallen in eine Phase, in der die Aktie trotz starker Fundamentaldaten nachgibt. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund neun Prozent verloren, allein in den vergangenen 30 Tagen waren es fast 16 Prozent. Dabei lieferte Rheinmetall Mitte März für 2025 einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro, eine operative Marge von 18,5 Prozent und einen Rekordauftragsbestand von 63,8 Milliarden Euro. Für 2026 stellt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent auf bis zu 14,5 Milliarden Euro in Aussicht.
Der Kursrückgang erklärt sich vor allem damit, dass Anleger die Cashflow- und Margenprognose für 2026 als vorsichtiger als erwartet werteten. Zur Hauptversammlung am 12. Mai will der Vorstand eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie vorschlagen — ein deutlicher Sprung gegenüber den 8,10 Euro des Vorjahres. Ob das ausreicht, um die Stimmung zu drehen, wird sich spätestens dann zeigen.
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