Newmont Aktie: Konflikt belastet
Newmont startet mit Rückenwind aus einem sehr starken Jahr 2025 – doch ausgerechnet im wichtigen Nevada-Joint-Venture wird es jetzt ungemütlich. Der Konzern hat seinem Partner Barrick offiziell eine „Notice of Default“ zugestellt. Damit wächst neben dem operativen auch das rechtliche Risiko, während für 2026 ohnehin ein Übergangsjahr mit weniger Produktion ansteht.
Streit um Nevada Gold Mines
Laut Unterlagen und Marktberichten von Ende Februar wirft Newmont Barrick Missmanagement in den gemeinsam betriebenen Nevada-Assets vor. Der Kern: Ressourcen sollen demnach so umgelenkt worden sein, dass Barricks eigenes Fourmile-Projekt profitiert. Für Newmont kommt die Eskalation zu einem heiklen Zeitpunkt, denn das Unternehmen bereitet in seinem Portfolio ohnehin Anpassungen für 2026 vor.
An der Börse blieb der Ton entsprechend vorsichtig: Die Aktie notiert heute bei 104,18 Euro und damit rund 1,2% tiefer als gestern.
Rekordjahr 2025 stärkt die Bilanz
Der Konflikt trifft auf eine Firma, die finanziell zuletzt abgeliefert hat. 2025 brachte einen freien Cashflow von 7,3 Mrd. US-Dollar – gestützt durch hohe Goldpreise und disziplinierte Kapitalverwendung. Allein im vierten Quartal lag der Umsatz bei 6,82 Mrd. US-Dollar; der realisierte Goldpreis erreichte dort 4.216 US-Dollar je Unze, im Jahresdurchschnitt 3.498 US-Dollar.
Mit dem Geldpolster wurde vor allem die Bilanz aufgeräumt: Die Schulden sanken 2025 um 3,4 Mrd. US-Dollar. Zum Jahresende standen 7,6 Mrd. US-Dollar Cash in den Büchern, was laut Bericht in einer Netto-Cash-Position von 2,1 Mrd. US-Dollar resultierte. Insgesamt meldete Newmont eine Liquidität von 11,6 Mrd. US-Dollar. Dazu kamen 4,5 Mrd. US-Dollar nach Steuern aus dem Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Assets.
2026: Weniger Output, mehr Aufwand – trotzdem Dividende rauf
Trotz der starken Ausgangslage stellt das Management für 2026 eine spürbar defensivere operative Linie in Aussicht. Die zurechenbare Goldproduktion soll auf rund 5,3 Mio. Unzen fallen, nach 5,9 Mio. Unzen im Jahr 2025. Gleichzeitig sollen die All-in Sustaining Costs (AISC) – also die laufenden Gesamtkosten je Unze inklusive Erhaltungsinvestitionen – auf 1.680 US-Dollar steigen.
Parallel plant Newmont höhere Investitionen: Rund 1,95 Mrd. US-Dollar an Sustaining Capex sind für 2026 vorgesehen, vor allem für Arbeiten an Tailings-Anlagen bei Cadia und Boddington. Dazu kommen etwa 1,4 Mrd. US-Dollar an Development Capex, unter anderem für Tanami Expansion 2 und die Cadia Panel Caves.
Unter CEO Natascha Viljoen soll das mit stabilen Ausschüttungen zusammengehen. Die Quartalsdividende wurde auf 0,26 US-Dollar je Aktie erhöht, zahlbar am 26. März 2026 (Record Date: 3. März 2026). Der Rahmen zielt auf etwa 1,1 Mrd. US-Dollar jährliche Rückflüsse an Aktionäre – ergänzt durch laufende Aktienrückkäufe.
Zum Bild gehört aber auch: Durch die Asset-Verkäufe ist der Reservebestand geschrumpft. Die nachgewiesenen und wahrscheinlichen Goldreserven lagen Ende 2025 bei 118,2 Mio. zurechenbaren Unzen, nach 134,1 Mio. im Vorjahr – laut Bericht überwiegend wegen der Veräußerungen.
Unterm Strich steht Newmont finanziell solide da, geht operativ aber in ein Jahr mit weniger Produktion und höheren Kosten – und muss zusätzlich den Streit mit Barrick im Nevada-Joint-Venture managen. Der nächste konkrete Ankerpunkt für Investoren ist die Dividendenzahlung am 26. März 2026, nachdem am 3. März der Stichtag für die Anspruchsberechtigung liegt.
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