Newmont Aktie: Mehr Royalty-Fokus
Newmont baut seine Präsenz im Royalty- und Streaming-Geschäft aus – und nutzt dafür einen cleveren Umweg über eine Beteiligung. Auslöser ist ein großer Silver-Stream-Deal rund um die Fruta-del-Norte-Mine in Ecuador. Doch warum ist ausgerechnet diese Konstruktion für Newmont strategisch interessant?
Der Deal: Newmont wird automatisch Großaktionär
Gestern hat LunR Royalties den Erwerb eines „Life-of-Mine“-Silver-Streams für die Fruta-del-Norte-Mine angekündigt. Das Transaktionsvolumen: 670 Mio. US-Dollar. Bezahlt wird der Deal über die Ausgabe von 50,5 Mio. LunR-Aktien an Lundin Gold.
Der Kniff: Diese LunR-Aktien sollen anschließend als Sachdividende an die Aktionäre von Lundin Gold verteilt werden. Weil Newmont laut Vorlage rund 32% an Lundin Gold hält, wird der Konzern dadurch automatisch zum Großaktionär von LunR – mit einem Anteil von mehr als 10% und einem Sitz im Verwaltungsrat. Wirksam wird die Transaktion am 1. März 2026.
Silver-Stream: So sehen die Konditionen aus
Für LunR ist der Stream klar gestaffelt: Zunächst erhält LunR 100% des zahlbaren Silbers, bis 12,2 Mio. Unzen geliefert wurden – und zahlt dafür 10% des Spotpreises. Danach reduziert sich der Anteil auf 50% bis insgesamt 20 Mio. Unzen, dann zu 20% des Spotpreises. Für die restliche Laufzeit der Mine bleiben 7,5% des Silbers, dann zu 30% des Spotpreises.
Für 2026 wird die Mine mit 500.000 bis 600.000 Unzen Silber (zusätzlich zu 475.000 bis 525.000 Unzen Gold) prognostiziert. Damit hängt der wirtschaftliche Wert des Streams direkt an der operativen Leistung der Mine – und an der Preisentwicklung bei Silber.
Rückenwind und Baustellen im Goldsektor
Die Portfolio-Erweiterung fällt in einen Edelmetallmarkt, der laut Branchenberichten zunehmend von Reserve-Themen geprägt ist: Große Goldförderer müssen Reserven ersetzen, während die Metallpreise stark sind. Der Quelltext verweist zudem auf Prognosen, nach denen der Goldpreis bis Ende 2026 im Durchschnitt hoch bleiben könnte.
Vor diesem Hintergrund hatte Newmont zuletzt eine Produktionsprognose für 2026 von 5,3 Mio. Unzen Gold bei All-in Sustaining Costs von 1.680 US-Dollar je Unze genannt – und 2026 als strategisches „Talsohlenjahr“ vor einem langfristigen Wachstumspfad eingeordnet.
Finanziell kommt Newmont dabei aus einer starken Phase: Für 2025 nennt der Text einen Rekord-Free-Cashflow von 7,3 Mrd. US-Dollar, ein Dividenden-Rahmenwerk von 1,1 Mrd. US-Dollar jährlich sowie einen Schuldenabbau um 3,4 Mrd. US-Dollar. Parallel verteidigt das Management bestehende Assets: Newmont hat Barrick eine formelle Default-Mitteilung geschickt und wirft dem Partner im Joint Venture „Nevada Gold Mines“ Missmanagement sowie die Umleitung von Ressourcen zugunsten des Barrick-eigenen Fourmile-Projekts vor.
An der Börse zeigt sich die Aktie heute kaum verändert bei 104,10 Euro. Spannender ist der größere Rahmen: Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 20% zu Buche, über zwölf Monate sogar ein sehr deutlicher Anstieg.
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