Rheinmetall Aktie: Expansionswelle
Rheinmetall demonstriert auf der Enforce Tac 2026 in Nürnberg ein breites Spektrum neuer Waffensysteme – vom Raketenjagdpanzer bis zur Anti-Drohnen-Technologie. Parallel sichert sich der Konzern Großaufträge im dreistelligen Millionenbereich und expandiert in neue Geschäftsfelder. Doch das könnte erst der Anfang sein: Ein mögliches Übernahmeangebot für den Laserkommunikations-Spezialisten Mynaric würde Rheinmetall auch in den Weltraum führen.
Messepremiere: Fuchs JAGM und neue Drohnenabwehr
Auf der Sicherheitsmesse Enforce Tac präsentiert Rheinmetall erstmals den Fuchs JAGM – einen gepanzerten Raketenjagdpanzer mit 24 vertikal startenden AGM-179 Joint Air-to-Ground Missiles. Das System kann nach Unternehmensangaben bis zu 24 Kampfpanzer sowie Luftziele bekämpfen, ohne nachladen zu müssen.
Parallel zeigt der Konzern die ferngesteuerte Waffenstation RCWS320C-UAS zur Drohnenabwehr. Das System kombiniert Sensorfusion mit automatisierter Zielbekämpfung und Hard-Kill- sowie Soft-Kill-Effektoren. Ergänzt wird das Portfolio durch einen deutlich leichteren Kampfhelm bei gleichem Schutzniveau und ein modulares Körperschutzsystem.
Luchs-2-Auftrag: Dreistelliger Millionenbetrag
Am 20. Februar gab Rheinmetall den Abschluss eines umfassenden Vertragspakets mit General Dynamics European Land Systems für das Aufklärungsfahrzeug Luchs 2 der Bundeswehr bekannt. Der Gesamtwert liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Kernbestandteil: 274 CT-025-Türme – der erste Großauftrag für das neu entwickelte, unbemannte Turmsystem. Die Auslieferung ist bis 2031 vorgesehen, die Bundeswehr erhält die ersten Fahrzeuge ab 2029. Zusätzlich liefert Rheinmetall die Oerlikon KBA 25-mm-Maschinenkanone sowie Simulationstechnik für die Ausbildung.
Mynaric im Visier: Kampf um Lasertechnologie
Laut SpaceNews erwägt Rheinmetall eine Übernahme des Münchener Laserkommunikations-Spezialisten Mynaric. Der Schritt würde die bereits angekündigte Akquisition durch den US-Konzern Rocket Lab durchkreuzen. Deutsche Medien berichten, Rheinmetall wolle kritische Luft- und Raumfahrttechnologie unter europäischer Kontrolle halten.
Mynaric entwickelt optische Terminals für die Datenübertragung zwischen Satelliten mittels Laserverbindungen – eine Schlüsseltechnologie für militärische Satellitenkonstellationen. Eine offizielle Stellungnahme von Rheinmetall steht aus.
Marine und weitere Aufträge
Die EU-Kommission genehmigte bereits am 18. Februar die Übernahme von Naval Vessels Lürssen und Blohm+Voss. Rheinmetall erwirbt damit Werften in Hamburg, Wilhelmshaven, Wolgast sowie internationale Standorte und steigt erstmals in den Marineschiffbau ein.
Parallel läuft der Auftragseingang auf Hochtouren: Schweden ordert acht Seasnake-30-Waffensysteme für rund 63 Millionen Euro. Die NATO-Beschaffungsagentur rief 120-mm-Munition im Wert von etwa 200 Millionen Euro ab. In Italien wurde die Produktionsgenehmigung für die neue Munitionsfabrik auf Sardinien erteilt.
Die Aktie notiert bei 1.724,50 Euro und liegt damit 79 Prozent über dem Vorjahresniveau. Konzernchef Armin Papperger bezifferte das potenzielle internationale Auftragsvolumen für 2026 zuletzt auf rund 80 Milliarden Euro.
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