Newmont Mining Aktie: Ausblick belastet Rekordjahr
Newmont Mining hat 2025 finanziell nahezu alles richtig gemacht: Rekordgewinne und ein massiver Cashflow übertrafen die Erwartungen der Wall Street deutlich. Doch die Aktie reagierte mit Kursverlusten. Der Grund liegt in einer enttäuschenden Prognose für das laufende Jahr und einem eskalierenden Streit mit dem Partner Barrick Gold, der die starken Ergebnisse in den Hintergrund rückt.
Starke Zahlen, steigende Kosten
Das vergangene Jahr war für den Goldriesen ein voller Erfolg. Mit einem bereinigten Nettogewinn von 7,6 Milliarden US-Dollar und einem Rekord-Free-Cashflow von 7,3 Milliarden US-Dollar ließ der Konzern die Analystenschätzungen hinter sich. Allein im vierten Quartal übertraf der Gewinn pro Aktie mit 2,52 US-Dollar die Prognosen von 2,00 US-Dollar komfortabel. Haupttreiber war der stark gestiegene realisierte Goldpreis, der im Jahresschnitt um 45 Prozent zulegte.
Die Euphorie wurde jedoch durch den Ausblick auf 2026 gebremst. Das Management kündigte an, dass die Goldproduktion um etwa 10 Prozent auf rund 5,3 Millionen Unzen sinken wird. Gleichzeitig sollen die nachhaltigen Gesamtkosten (AISC) auf 1.680 US-Dollar pro Unze steigen. CEO Natascha Viljoen bezeichnete 2026 als ein geplantes Übergangsjahr, bedingt durch notwendige Arbeiten an Minen wie Ahafo South und Peñasquito sowie die Behebung von Infrastrukturschäden in Australien.
Konflikt mit Barrick Gold
Zusätzlich sorgt ein Konflikt mit dem Partner Barrick Gold für Unruhe bei den Anlegern. Newmont hat im Rahmen des Joint Ventures "Nevada Gold Mines" eine formelle Mängelrüge an Barrick gesendet. Der Vorwurf lautet auf Missmanagement und mögliche Zweckentfremdung von Geldern zugunsten eigener Barrick-Projekte. Zwar betonte Viljoen, dass man primär an einer operativen Verbesserung arbeite, doch der öffentliche Streit belastet die Wahrnehmung des eigentlich lukrativen Joint Ventures.
Dividende und Marktreaktion
Um die Aktionäre trotz der Übergangsphase zu binden, setzt Newmont auf eine angepasste Kapitalstrategie mit einer leicht erhöhten Quartalsdividende von 0,26 US-Dollar und fortlaufenden Aktienrückkäufen. Der Markt reagierte dennoch verschnupft auf die Mischung aus Produktionsrückgang und Partnerstreit. Die Aktie schloss am Freitag bei 103,90 Euro, was einem Tagesverlust von 2,53 Prozent entspricht.
Für Investoren ist die Marschrichtung vom Management klar definiert: 2026 fungiert als operative Talsohle, bevor ab 2027 die Produktion wieder auf das Zielniveau von sechs Millionen Unzen jährlich anziehen soll. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob Newmont den Zeitplan bei seinen Erweiterungsprojekten strikt einhalten kann und wie schnell eine Einigung im Streit um das Nevada-Geschäft erzielt wird.
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