Der geplante Mega-Deal mit Warner Bros. Discovery droht zu scheitern – und die Börse jubelt. Während der Streaming-Riese unter massiven regulatorischen Druck gerät und Konkurrent Paramount ein höheres Angebot vorlegt, schöpfen Anleger neue Hoffnung. Ist das vermeintliche Scheitern der Übernahme in Wahrheit der größte Gewinn für die Aktionäre?

Paramount erhöht den Einsatz

Die geplante Akquisition der Studio- und Streaming-Sparten von Warner Bros. Discovery (WBD) durch Netflix steht auf der Kippe. Am Dienstag legte Paramount Skydance ein neues Barangebot von 31 US-Dollar pro Aktie für WBD vor. Damit liegt die Offerte deutlich über dem Angebot von Netflix, das lediglich 27,75 US-Dollar für die entsprechenden Unternehmensteile bietet.

Besonders aggressiv zeigt sich Paramount bei den Konditionen: Das Unternehmen verpflichtete sich, eine potenzielle Kartellstrafe von 7 Milliarden US-Dollar sowie die 2,8 Milliarden US-Dollar schwere Abfindungszahlung (Breakup Fee) zu übernehmen, die WBD bei einem Rücktritt vom Netflix-Deal schulden würde. Das Management von Warner Bros. Discovery signalisierte bereits, dass diese neue Offerte zu einem überlegenen Angebot führen könnte.

Politischer Gegenwind in Washington

Neben der finanziellen Konkurrenz formiert sich massiver juristischer Widerstand. Eine Koalition aus elf US-Bundesstaaten forderte das Justizministerium in einem Brief auf, die Übernahmepläne von Netflix genau zu prüfen. Die Staatsanwälte warnen vor einer unzulässigen Marktkonzentration, die den Wettbewerb ersticken und Preise für Verbraucher in die Höhe treiben könnte. Besonders die Integration von HBO Max in das Netflix-Ökosystem gilt als kritischer Punkt.

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Die Lage ist ernst genug, dass Co-CEO Ted Sarandos am heutigen Donnerstag persönlich nach Washington reiste, um Gespräche zu führen. Das Kartellamt prüft Berichten zufolge bereits, ob das Geschäftsmodell von Netflix gegen geltendes Wettbewerbsrecht verstößt.

Anleger hoffen auf das Scheitern

Paradoxerweise reagierte der Markt euphorisch auf die schlechten Nachrichten für den Deal. Die Netflix-Aktie schloss am Mittwoch mit einem Plus von rund 6 Prozent bei 82,72 US-Dollar. Das Handelsvolumen lag dabei deutlich über dem Durchschnitt der letzten Monate.

Hintergrund dieser Reaktion ist die Skepsis der Investoren gegenüber der Übernahme. Seit der Ankündigung im Dezember 2025 hatte die Aktie rund 20 Prozent an Wert verloren. Die Aussicht auf eine teure Integration und das Pausieren von Aktienrückkaufprogrammen drückte auf die Stimmung, obwohl die operativen Zahlen des Unternehmens solide waren. Ein Platzen des Deals wird vom Markt derzeit als das finanziell attraktivere Szenario bewertet.

Die Entscheidung fällt in den kommenden Wochen. Bis zur geplanten Aktionärsabstimmung am 20. März 2026 muss Netflix entscheiden, ob es in einen Bieterwettkampf einsteigt oder sich zurückzieht und die Milliarden-Abfindung einstreicht.

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