Barrick Mining Aktie: Wendepunkt verpasst?
Barrick bekommt Gegenwind ausgerechnet bei einem seiner wichtigsten Assets: Partner Newmont hat im Joint Venture Nevada Gold Mines (NGM) eine formelle „Notice of Default“ zugestellt und wirft dem Unternehmen Missmanagement vor. Das Thema trifft Barrick zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn für später in diesem Jahr ist eine Abspaltung der Nordamerika-Assets mit anschließendem Teilbörsengang geplant. Wie schnell lässt sich der Konflikt entschärfen?
Newmont erhebt Default-Vorwurf
Newmont teilt in seinem 10-K mit, man habe Barrick bereits Ende Januar auf Hinweise zu Missmanagement bei NGM aufmerksam gemacht. Im Kern geht es um den Vorwurf, Barrick habe Ressourcen aus dem Gemeinschaftsunternehmen abgezogen, um das vollständig eigene Fourmile-Projekt zu fördern. Fourmile gilt als hochgradige Lagerstätte und liegt direkt neben den NGM-Operationen.
Die formelle Default-Mitteilung datiert auf Anfang Februar. Damit läuft laut Joint-Venture-Vertrag von 2019 eine 30-tägige Frist zur Behebung der beanstandeten Punkte. Bleibt der Streit ungelöst, könnte er vor Gerichten in Nevada landen.
Barricks CEO Mark Hill widersprach den Vorwürfen, verwies aber zugleich auf Kommunikationsgrenzen durch die JV-Vereinbarung. Man wolle „konstruktiv“ mit Newmont zusammenarbeiten, sagte Hill gegenüber Bloomberg.
IPO-Pläne geraten unter Druck
Der Konflikt könnte Barricks Pläne verkomplizieren, die Nordamerika-Assets abzuspalten und später in diesem Jahr 10% bis 15% an einer neuen Gesellschaft zu platzieren. In dieses Paket sollen Barricks 61,5%-Anteil an NGM, das Fourmile-Projekt sowie die Mine Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik fallen – auch dort arbeitet Barrick in einem Joint Venture mit Newmont.
Wie zentral NGM für die Equity-Story ist, zeigt eine Einordnung von RBC-Analyst Josh Wolfson: Er bezifferte den Anteil von NGM auf rund 60% des Börsenwerts von Barrick.
Newmont-CEO Natascha Viljoen sagte in einer Analystenkonferenz, die Gespräche mit Barrick hätten sich darauf konzentriert, die Performance der Nevada-Assets zu verbessern. Newmonts Fokus liege darauf, gemeinsam mit dem Managing Partner die Entwicklung zu drehen und langfristigen Wert zu schaffen.
Operative Belastungen – und ein Lichtblick aus Mali
Der Disput fällt in eine Phase, in der Barrick operativ ohnehin unter Druck steht. 2025 meldete das Unternehmen den sechsten jährlichen Produktionsrückgang in Folge; die Förderung lag laut Mining.com auf dem niedrigsten Niveau seit mindestens 25 Jahren. Für 2026 erwartet Barrick erneut sinkende Mengen, auch bei NGM.
Entlastung kommt aus Westafrika: Barrick hat kürzlich eine Verlängerung der Loulo-Bergbaulizenz in Mali um zehn Jahre erreicht und damit einen langjährigen Konflikt mit der Regierung beigelegt. Teil der Einigung war, dass Barrick ein internationales Schiedsverfahren zurückzieht – im Gegenzug gibt es die Lizenzverlängerung und die Wiederherstellung der vollständigen operativen Kontrolle über den Loulo-Gounkoto-Komplex.
Am Markt kam die JV-Nachricht dennoch schlecht an: Die Aktie gab gestern nach der Veröffentlichung um 1,8% nach. Citi-Analyst Alexander Hacking verwies darauf, dass das Joint-Venture-Abkommen klare Mechanismen zur Streitbeilegung vorsehe, Anleger den Schritt aber vermutlich als Teil laufender Verhandlungen über die Zukunft von NGM interpretieren könnten.
In den nächsten Wochen wird entscheidend sein, ob Barrick und Newmont den Konflikt innerhalb der 30-Tage-Frist einhegen – oder ob der Streit in ein formales Verfahren abgleitet und damit die IPO-Vorbereitung zusätzlich erschwert.
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