Netflix Aktie: Deal-Druck
Netflix lässt Warner Bros. Discovery für sieben Tage wieder mit Paramount verhandeln – und öffnet damit die Tür für ein mögliches Gegenangebot. Für Anleger geht es um eine simple, aber zentrale Frage: Kommt am Ende ein höherer Preis auf den Tisch, oder bleibt es beim bereits vereinbarten Netflix-Deal?
Sieben Tage Spielraum für Paramount
Laut CNBC hat Netflix Warner Bros. Discovery (WBD) einen siebentägigen „Waiver“ eingeräumt. Damit darf WBD die Gespräche mit Paramount Skydance erneut aufnehmen. Die Frist läuft bis Montag.
Hintergrund: Netflix hat mit WBD bereits eine Vereinbarung, die die Streaming- und Studio-Assets mit 27,75 US-Dollar je Aktie in einer reinen Bartransaktion bewertet. Paramount drängt parallel mit einem feindlichen Übernahmeangebot über 30 US-Dollar je Aktie. WBD zufolge stellte ein ranghoher Paramount-Vertreter zudem 31 US-Dollar je Aktie in Aussicht, falls die Gespräche wieder geöffnet würden. Paramount bezeichnete sein Angebot als „bestes und finales“.
Netflix-Co-CEO Ted Sarandos begründete den Schritt gegenüber CNBC damit, dass man Aktionären mehr Klarheit verschaffen wolle. Paramount habe mit „hypothetischen Angeboten“ für Verwirrung gesorgt. Zu möglichen Nachbesserungen durch Netflix verwies Sarandos auf das weitere Vorgehen: Man wolle erst sehen, welchen Schritt Paramount als Nächstes macht.
Kurs spiegelt Unsicherheit
Die Aktie schloss gestern bei 77,99 US-Dollar, ein Tagesplus von rund 1,3%. In der Sitzung lag die Spanne zwischen 76,28 und 78,32 US-Dollar.
Trotz der Stabilisierung bleibt der Titel deutlich unter früheren Höchstständen. Im Vergleich zum Allzeithoch aus Juli 2025 notiert die Aktie laut Yahoo Finance rund 43% tiefer. Das 52-Wochen-Tief wurde letzte Woche bei 75,23 US-Dollar markiert.
Einordnung wichtiger Kennzahlen (Daten von gestern, MarketBeat): Die Marktkapitalisierung lag bei 329,29 Mrd. US-Dollar, das KGV bei 30,86. Auffällig: Die Aktie notiert unter dem 50-Tage-Durchschnitt (87,87 US-Dollar) und dem 200-Tage-Durchschnitt (106,42 US-Dollar). Das unterstreicht, wie stark der Kurs seit Monaten unter Druck steht.
Termine, Regulierung und Insider-Verkäufe
WBD hat eine außerordentliche Aktionärsversammlung für 20. März angesetzt. Der Vorstand empfiehlt weiterhin einstimmig den Netflix-Deal gegenüber dem Paramount-Angebot. Netflix sprach mit Blick auf den Termin von einem „wichtigen Meilenstein“ der Transaktion.
Beide Varianten dürften zudem regulatorisch geprüft werden. Netflix verweist darauf, man erwarte eine Genehmigung, auch weil der Deal Jobs in einer Branche sichern solle, die zuletzt von Entlassungen geprägt war. Bei Paramounts Offerte stehen laut Artikel außerdem potenzielle Fragen zur Auslandsfinanzierung im Raum – unter anderem im Zusammenhang mit Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Abu Dhabi und Katar sowie möglicher Prüfung durch US-Gremien wie CFIUS.
Zusätzliche Aufmerksamkeit ziehen Insider-Transaktionen auf sich: Reed Hastings verkaufte laut SEC-Unterlagen 390.970 Aktien zu durchschnittlich 83,63 US-Dollar (rund 32,7 Mio. US-Dollar) Anfang des Monats. Zudem veräußerte David A. Hyman 5.727 Aktien zu durchschnittlich 81,06 US-Dollar.
Bis Montag muss klar sein, ob Paramount ein finales Angebot einreicht – und ob dieses die Messlatte für Netflix nach oben schiebt. Der nächste Fixpunkt folgt dann am 20. März mit der WBD-Abstimmung, bei der der Vorstand weiter geschlossen hinter der Netflix-Vereinbarung steht.
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