Gold hat gestern die psychologisch wichtige Marke von 5.000 US-Dollar zurückerobert. Ein Zusammenspiel aus einem wegweisenden Urteil des US-Supreme-Court, stagflationären Wirtschaftsdaten und neuen Spannungen im Nahen Osten sorgte für erhebliche Volatilität am Edelmetallmarkt. Anleger fragen sich nun: Kann sich der Goldpreis nachhaltig oberhalb dieser historischen Schwelle etablieren?

US-Zollurteil und Stagflationssorgen

Der US-Supreme-Court kippte mit einer 6-zu-3-Entscheidung die umfassenden Zollpläne von Präsident Trump. Diese Nachricht schwächte zunächst den US-Dollar und trieb Gold in der Spitze bis auf 5.072,48 Dollar. Parallel dazu schürten neue Konjunkturdaten Sorgen vor einer Stagflation – also stagnierendes Wachstum bei gleichzeitig hoher Inflation.

Während das US-BIP im vierten Quartal mit 1,4 % deutlich hinter den Erwartungen von 3,0 % zurückblieb, stieg die PCE-Inflation im Dezember mit 0,4 % stärker als prognostiziert. Dieses Umfeld stützte den Goldpreis, da das Edelmetall traditionell als Schutz gegen Geldentwertung gilt.

Silber und Minenwerte ziehen an

Nicht nur Gold profitierte von der Gemengelage. Silber führte den Komplex mit einem Plus von 3,4 % auf 81,02 Dollar an, getrieben durch die Hoffnung auf eine stabilere industrielle Nachfrage nach dem Gerichtsurteil. Auch Platin (+2,8 %) und Palladium (+2,0 %) legten deutlich zu.

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Gleichzeitig floss vermehrt institutionelles Kapital in große Minenbetreiber wie Newmont und Barrick Gold. Investoren versuchen so, mit Hebelwirkung von der Stabilisierung des Goldpreises oberhalb der 5.000-Dollar-Marke zu profitieren.

Geopolitische Risiken stützen den Boden

Zusätzliche Unterstützung erfährt der sichere Hafen durch ein neues 15-tägiges Ultimatum von Präsident Trump an den Iran bezüglich des Atomabkommens. Die Nachricht über Truppenbewegungen im Persischen Golf und die teilweise Schließung der Straße von Hormuz durch den Iran hielt die Risikoprämie hoch.

Technisch gesehen gilt die Rückkehr über 5.000 Dollar als bullisches Signal, das den Verkaufsdruck der Vorwoche vorerst neutralisiert hat. Die nächste relevante Hürde liegt nun beim gestrigen Tageshoch von rund 5.072 Dollar. Auf der Unterseite hat sich bei 4.920 Dollar eine erste Unterstützung gefestigt.

Die Investmentbank Goldman Sachs hob angesichts der strukturellen Nachfrage ihre Prognose für Ende 2026 auf 5.400 Dollar pro Unze an. Für den weiteren Handelsverlauf rückt die Marke von 5.045 Dollar bei den April-Futures in den Fokus. Ein Schlusskurs über diesem Niveau würde die Verteidigung der 5.000-Dollar-Marke bestätigen und den Weg für einen erneuten Test der Marke von 5.100 Dollar Anfang nächster Woche ebnen.

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