Meta baut seine Infrastruktur radikal um. Um die Abhängigkeit vom Platzhirsch Nvidia zu verringern, holt der Konzern nun AMD als zweiten Großlieferanten an Bord – inklusive einer ungewöhnlichen Beteiligungsoption. Gleichzeitig wächst der politische Druck: Das Unternehmen muss garantieren, dass sein enormer Energiehunger nicht die Strompreise für Verbraucher in die Höhe treibt.

Strategiewechsel bei der Hardware

Der am Dienstag verkündete Deal markiert eine signifikante Weichenstellung. Meta setzt künftig auf eine "Dual-Supplier-Strategie". Neben den etablierten Nvidia-Chips kommen nun im großen Stil AMD Instinct GPUs zum Einsatz. Die Vereinbarung umfasst eine Kapazität von bis zu sechs Gigawatt.

Marktbeobachter werten dies als klaren Schritt zur Diversifizierung der Lieferkette. Die Auslieferung für das erste Gigawatt, basierend auf der MI450-Architektur, soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen. Erst in der Vorwoche hatte Meta eine ähnliche Partnerschaft mit Nvidia bestätigt, was den parallelen Ausbau unterstreicht.

Ungewöhnliche Deal-Struktur

Besonders interessant ist die finanzielle Komponente der AMD-Partnerschaft. AMD gewährt Meta Optionsscheine (Warrants) für bis zu 160 Millionen AMD-Aktien. Diese sind jedoch streng an Bedingungen geknüpft: Die Optionen werden nur fällig, wenn technische Leistungsziele erreicht und die Bestellmengen wie geplant hochgefahren werden. Meta sichert sich damit nicht nur Hardware, sondern profitiert direkt, falls die Technologie erfolgreich skaliert.

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Politischer Druck steigt

Doch die Hardware ist nur die eine Seite der Medaille. Der massive Energiebedarf der neuen Rechenzentren ruft die Politik auf den Plan. Berichten von Bloomberg und Reuters zufolge wird Meta am 4. März im Weißen Haus erwartet.

Zusammen mit anderen Tech-Größen soll eine Verpflichtungserklärung unterzeichnet werden. Der Kernpunkt: Unternehmen müssen ihre eigene Energieversorgung aufbauen oder einkaufen, statt das öffentliche Netz zu belasten. Angesichts steigender Strompreise ist der Energieverbrauch von KI-Zentren zu einem sensiblen Thema geworden.

Gewaltige Investitionssummen

Die Dimensionen dieser Pläne spiegeln sich in den Ausgabenzielen wider. Für das Jahr 2026 plant der Konzern Kapitalinvestitionen (CapEx) zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar – ein massiver Anstieg gegenüber den 72,2 Milliarden im Vorjahr. An der Börse sorgt diese Ausgabenwut aktuell für Zurückhaltung: Die Aktie notiert bei rund 550 Euro und handelt damit unterhalb der wichtigen 200-Tage-Linie.

Ausblick

Für Meta verlagert sich der Fokus nun auf die operative Exekution. Mit zwei parallelen Großlieferanten und enormen Investitionskosten muss das Management beweisen, dass sich diese Ausgaben langfristig rentieren, ohne die Margen zu stark zu belasten. Die nächsten konkreten Zahlen zur finanziellen Entwicklung liefert der Quartalsbericht, der für den 29. April erwartet wird.

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