Netflix Aktie: Ausgebrannte Hoffnungen?
Netflix gerät unter Druck. Warner Bros. Discovery hat am Dienstag überraschend Verhandlungen mit dem Rivalen Paramount Skydance wieder aufgenommen – und damit die seit Wochen schwelende Übernahmeschlacht neu entfacht. Netflix gewährte eine siebentägige Frist bis zum 23. Februar, in der Paramount ein verbessertes Gegenangebot vorlegen kann.
Die Netflix-Aktie hat seit Jahresbeginn bereits 17,9 Prozent an Wert verloren. Investoren scheuen offenbar das Risiko, dass die 82,7 Milliarden Dollar schwere Transaktion scheitern könnte.
Paramount erhöht den Druck
Laut Unternehmensunterlagen signalisierte ein hochrangiger Paramount-Vertreter dem Warner Bros. Discovery-Vorstand verbal eine Bereitschaft, 31 Dollar je Aktie zu zahlen – und betonte ausdrücklich, dies sei noch nicht das finale Gebot. Das bisherige öffentliche Angebot liegt bei 30 Dollar pro Aktie.
Paramount hat zudem angeboten, die 2,8 Milliarden Dollar Vertragsstrafe zu übernehmen, die Warner Bros. Discovery an Netflix zahlen müsste. Hinzu kommen vierteljährliche „Ticking Fees" von 25 Cent je Aktie für jedes Quartal nach dem 1. Januar, in dem die Transaktion nicht abgeschlossen wird.
Netflix verteidigt seine Position
Co-CEO Ted Sarandos warf Paramount am Dienstag in einem CNBC-Interview vor, „massiven Lärm zu verursachen und die Zone mit Verwirrung zu fluten". Netflix betonte in einer Stellungnahme, man habe während des gesamten strategischen Prüfungsprozesses konstruktiv und reaktionsschnell agiert – „im krassen Gegensatz zu Paramount Skydance".
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Netflix verfügt über Mitspracherechte, sollte Paramount sein Angebot verbessern. Das Unternehmen hält an der bestehenden Vereinbarung fest. Der Vorstand von Warner Bros. Discovery empfiehlt weiterhin einstimmig die Netflix-Fusion. Eine Abstimmung der Aktionäre ist für den 20. März angesetzt.
Investoren bleiben skeptisch
Investor Gary Black bezeichnete die Unsicherheit über den Warner Bros.-Deal am Dienstag als „Belastung" für die Netflix-Aktie. Zugleich sieht er darin eine „potenziell asymmetrische Renditechance".
Die Aktie schloss am Dienstag bei 77 Dollar. Über die vergangenen 21 Handelstage summiert sich das Minus auf 16 Prozent. Hedgefonds Coatue baute seine Netflix-Position im vierten Quartal dennoch aus.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob Paramount ein Angebot vorlegen kann, das den Warner Bros. Discovery-Vorstand zum Umdenken bewegt. Am 23. Februar endet die Frist – dann muss Klarheit herrschen.
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