Netflix Aktie: Ausweg gesucht!
Netflix gerät bei der geplanten Übernahme der Studios von Warner Bros. Discovery (WBD) samt HBO-Max-Geschäft zunehmend zwischen die Fronten. Aktivist Ancora Holdings stellt sich öffentlich gegen die Transaktion – und verschärft damit die Unsicherheit rund um den Deal. Parallel rutschte die Aktie in den vergangenen Sitzungen auf ein neues 52‑Wochen‑Tief, begleitet von mehreren Insiderverkäufen.
Worum geht es jetzt konkret – kippt der WBD-Deal schon vor der Abstimmung? Ancora droht mit einem „NO“ und einem Stellvertreterkampf, falls der WBD‑Vorstand nicht ernsthaft auf das konkurrierende Angebot von Paramount eingeht.
- Ancora hält laut Offenlegung einen WBD‑Anteil von rund 200 Mio. Dollar
- Netflix bietet für WBD: 27,75 Dollar je Aktie plus Aktien einer Discovery‑Global‑Abspaltung
- Paramount kontert mit: 30 Dollar je Aktie in bar und zusätzlichen Konditionen
- Netflix fiel gestern bis auf 75,23 Dollar und markierte damit ein neues 52‑Wochen‑Tief
Ancora stellt sich gegen Netflix
Ancora Holdings (verwaltetes Vermögen: knapp 11 Mrd. Dollar) machte seine WBD‑Position am Dienstag öffentlich und griff die Netflix‑Transaktion unmittelbar an. Laut Deadline stellte die Investmentfirma in Aussicht, bei der Abstimmung gegen den Deal zu votieren und notfalls einen Proxy Fight zu starten. Auslöser: Der WBD‑Vorstand solle sich aus Sicht von Ancora auch mit dem konkurrierenden Angebot von Paramount Skydance beschäftigen.
In einer auf der eigenen Website veröffentlichten Präsentation bezeichnete Ancora die Netflix‑Offerte als „fehlerhaft, unterlegen und risikoreich“. Aus Aktionärssicht sei das Paramount‑Angebot attraktiver: 30 Dollar je Aktie in bar statt 27,75 Dollar je Aktie plus Beteiligung an einer Abspaltung.
Paramount erhöht den Druck
Die Ancora‑Ansage folgte nur einen Tag, nachdem Paramount sein feindliches Angebot nachgeschärft hatte. Reuters zufolge enthält die Offerte nun eine „ticking fee“: 0,25 Dollar je Aktie pro Quartal, falls der Deal nach dem 31. Dezember 2026 noch nicht abgeschlossen ist. Zusätzlich sagte Paramount zu, die mögliche Kündigungsgebühr in Höhe von 2,8 Mrd. Dollar zu finanzieren, die WBD bei einem Ausstieg aus der Vereinbarung mit Netflix zahlen müsste.
RedBird‑Chef Gerry Cardinale, der zusammen mit der Ellison‑Familie bei Paramount investiert ist, sagte gegenüber CNBC, man habe das Angebot „perfektioniert“, indem man die von WBD genannten Bedenken adressiert habe.
Aktie fällt – Insider reduzieren Bestände
Die Netflix‑Aktie stand zuletzt deutlich unter Druck. Laut MarketBeat ging es gestern bis auf 75,23 Dollar nach unten – ein neues 52‑Wochen‑Tief. In den Tagen davor meldeten mehrere Führungskräfte Verkäufe.
SEC‑Unterlagen zeigen: Co‑CEO Gregory K. Peters veräußerte am Montag 27.312 Aktien zu durchschnittlich 83,24 Dollar. Das entspricht einem Rückgang seiner direkt gehaltenen Stücke um 18,27%. Auch andere Manager, darunter David A. Hyman und Cletus R. Willems, reduzierten ihre Positionen im gleichen Zeitraum.
Laut Trefis liegt der Kurs damit rund 30% unter den Hochs von Mitte November 2025. Zum Vergleich: Das 52‑Wochen‑Hoch wurde Ende Juni 2025 bei 134,12 Dollar markiert. Gleichzeitig registrierte TipRanks gestern eine überdurchschnittliche Call‑Aktivität, die als „directional bullish“ eingeordnet wurde.
Kartellprüfung als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor
Für die geplante Kombination zeichnen sich zudem hohe regulatorische Hürden ab. Berichten zufolge prüft das US‑Justizministerium im Rahmen der Untersuchung auch, ob Netflix wettbewerbswidrige Praktiken angewandt hat. Co‑CEO Ted Sarandos verteidigte den Deal zuletzt bei einer Senatsanhörung, nachdem dort Fragen zur Marktkonzentration aufkamen.
Ancora greift genau diesen Punkt auf: Der Zusammenschluss würde laut Präsentation den weltweit größten Streamingdienst schaffen – mit grob einer halben Milliarde Abonnenten – und damit potenziell mehr kartellrechtliche Widerstände auslösen als die Paramount‑Alternative.
WBD hält derweil an seiner Linie fest. Der Vorstand bekräftigte, man wolle den Wert für Aktionäre maximieren, und änderte die Empfehlung für die Netflix‑Vereinbarung bislang nicht. Gleichzeitig will das Unternehmen das nachgebesserte Paramount‑Angebot innerhalb der vorgeschriebenen Frist prüfen. Eine Aktionärsabstimmung über den Netflix‑Deal wird für Ende März oder April 2026 erwartet.
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