Netflix hat am Sonntag sein Content-Portfolio um einen Sci-Fi-Klassiker erweitert – während die Aktie versucht, sich nach einem neuen 52-Wochen-Tief zu fangen. Der Streaming-Riese steht unter erheblichem Druck: Ein Konkurrent hat das Gebot für Warner Bros. Discovery drastisch überboten, und die Kartellbehörden nehmen Netflix ins Visier.

Die Aktie schloss am Freitag bei 76,87 US-Dollar, nachdem sie zwei Tage zuvor auf 75,23 US-Dollar abgerutscht war – den tiefsten Stand seit einem Jahr. Anleger fürchten die finanzielle Belastung durch die geplante Großübernahme.

Stargate kehrt zurück – aus Amazons Bestand

Seit heute, dem 15. Februar, ist die komplette Serie „Stargate SG-1" auf Netflix verfügbar. Alle 10 Staffeln und 214 Episoden sind in den USA, Großbritannien und Lateinamerika abrufbar. Die Franchise war Ende 2022 von der Plattform verschwunden, nachdem Amazon den Rechteinhaber MGM übernommen hatte.

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Netflix lizenziert eine wertvolle Serie von einem direkten Konkurrenten, während das eigene Budget für Eigenproduktionen unter Beobachtung steht. Die Rückkehr eines etablierten Franchise soll die Abonnentenbindung stärken – ein wichtiger Faktor während der laufenden Übernahmeschlacht um Warner Bros. Discovery.

Paramount schießt über das Ziel hinaus

Die Netflix-Aktie leidet unter der eskalierten Bieterschlacht. Während Netflix Warner Bros. Discovery (WBD) mit einem Angebot von 82,7 Milliarden US-Dollar (Unternehmenswert) kaufen will, hat Paramount laut jüngsten Berichten ein reines Barangebot von rund 108,4 Milliarden US-Dollar – oder 30 US-Dollar pro Aktie – vorgelegt.

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Netflix bietet eine Mischung aus Bargeld und Aktien im Wert von 27,75 US-Dollar je WBD-Aktie. Die deutlich höhere Paramount-Offerte setzt das Management unter Zugzwang. Hinzu kommt: Das US-Justizministerium hat Vorladungen verschickt und prüft mögliche wettbewerbsrechtliche Bedenken bei einem Zusammenschluss von Netflix und WBD. Dieser regulatorische Gegenwind könnte das Paramount-Angebot für WBD-Aktionäre und aktivistische Investoren wie Ancora attraktiver machen.

Disney-Klage als Präzedenzfall

Parallel beschäftigt die Branche ein Rechtsstreit um geistiges Eigentum. Disney hat am Freitag, 13. Februar, eine formelle Unterlassungserklärung an ByteDance geschickt. Der Vorwurf: Das neue KI-Videomodell „Seedance 2.0" nutze urheberrechtlich geschützte Figuren wie Spider-Man und Baby Yoda ohne Genehmigung.

Zwar ist Netflix nicht direkt beteiligt, doch der Ausgang ist entscheidend. Als Unternehmen, das auf exklusive Inhalte angewiesen ist, profitiert der Streaming-Dienst von der harten Linie der Motion Picture Association gegen unerlaubtes KI-Training. Der Fall zeigt, wie generative KI zunehmend zum operativen Risiko für die Exklusivitätsmodelle aller großen Studios wird.

Nächste Schritte im Übernahmepoker

Am Freitag, 13. Februar, legte die Aktie um 1,33 Prozent zu und schloss bei 76,87 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt weiterhin über 320 Milliarden US-Dollar. Anleger warten nun auf eine mögliche Anpassung des Netflix-Angebots oder eine Positionierung des WBD-Managements. Die kartellrechtliche Prüfung durch das Justizministerium läuft parallel und könnte die Zeitlinie erheblich verlängern.

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