Nestlé Aktie: Radikaler Umbau geplant
Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern steckt in einer schwierigen Phase: Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 20 Prozent an Wert verloren. CEO Philipp Navratil steuert nun entschlossen gegen und plant eine umfassende strategische Neuausrichtung. Statt regionaler Verantwortlichkeiten sollen künftig vier globale Produktkategorien das Wachstum antreiben, während ein massives Sparprogramm die nötigen Mittel freisetzt.
Die wichtigsten Fakten:
* Neue Struktur: Fokus auf Kaffee, Tiernahrung, Gesundheit und Lebensmittel
* Personal: Geplanter Abbau von 16.000 Stellen über 18 Monate
* Belastung: Ausweitung des Rückrufs bei Babynahrung
* Termin: Jahreszahlen werden am 19. Februar 2026 erwartet
Vier Säulen gegen die Krise
Navratil bricht mit alten Strukturen. Berichten zufolge soll der Konzern künftig primär um vier Säulen organisiert werden: Kaffee, Tiernahrung, Ernährung und Gesundheit sowie Lebensmittel und Snacks. Ziel ist es, das Volumenwachstum wieder anzukurbeln – also mehr Produkte zu verkaufen, statt nur über Preiserhöhungen zu wachsen.
Besonderes Potenzial sieht das Management im Kaffeegeschäft rund um die Marke Nespresso, speziell durch Cold-Brew-Produkte. Auch die Sparte Tiernahrung soll als Wachstumsmotor dienen, vor allem in den asiatischen Märkten, wo die Marktdurchdringung noch deutlich unter dem westlichen Niveau liegt. Im Gesundheitssektor setzt Nestlé auf Trends wie gesundes Altern und Begleitnahrung für Patienten, die Gewichtsverlust-Medikamente nutzen.
Sparen für das Comeback
Die Finanzierung dieser Offensive erfolgt durch harte Einschnitte. Ein bereits gestartetes Restrukturierungsprogramm sieht die Streichung von 16.000 Stellen vor. Die dadurch freiwerdenden Gelder sollen direkt in Produktentwicklung und Marketing fließen.
Investitionen konzentrieren sich dabei auf Kernmarken wie KitKat und Maggi. Der Kursrückgang der Aktie auf zuletzt 78,70 CHF verdeutlicht den Druck, unter dem das Management steht. Der Titel notiert damit nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief von 71,85 CHF.
Altlasten bremsen Erholung
Trotz der Zukunftspläne kämpft Nestlé mit operativen Rückschlägen. Anfang Februar musste der Konzern einen Rückruf von Säuglingsnahrung der Marke Guigoz ausweiten, nachdem Frankreich strengere Grenzwerte für Toxine eingeführt hatte. Parallel dazu treibt das Unternehmen den Teilverkauf seines Wassergeschäfts voran. Für die Premiumsparte mit Marken wie Perrier und S.Pellegrino werden Gebote für einen 50-Prozent-Anteil erwartet. Ob die strategische Wende gelingt, wird sich erstmals bei der Vorlage der Jahreszahlen am 19. Februar zeigen.
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