Nestlé Aktie: Wasserverkauf
Nestlé macht Ernst mit der Portfolio-Bereinigung: Der Konzern hat den Verkaufsprozess für Anteile an seiner internationalen Wassersparte angestoßen. Im Fokus stehen Premium-Marken wie Perrier und S.Pellegrino – und damit ein Geschäft, das zwar bekannt ist, aber nicht zwingend als Wachstumstreiber gilt. Doch was bringt dieser Schritt für die Neuausrichtung unter dem neuen CEO?
Die Fakten zum Deal
In Finanzkreisen kursiert für die Sparte eine Bewertung von rund 5 Milliarden Euro. Rothschild & Co. begleitet die Transaktion. Das Interesse soll hoch sein, unter potenziellen Bietern werden in Berichten Private-Equity-Häuser wie Blackstone, KKR und Bain Capital genannt; die erste Gebotsrunde startete noch im Januar.
Wichtig ist der strategische Rahmen: Für Nestlé wäre ein (Teil-)Verkauf ein weiterer Schritt, sich von volumenlastigen Segmenten zu trennen und Ressourcen stärker auf wachstumsstärkere Bereiche wie Tiernahrung und Kaffee zu lenken.
Kurzüberblick:
- Verkaufsprozess: internationale Wassersparte (u.a. Perrier, S.Pellegrino)
- Bewertung laut Berichten: ~5 Mrd. Euro
- Berater: Rothschild & Co.
- Interesse: Private Equity, erste Gebotsrunde startete im Januar
Der neue CEO liefert schneller als erwartet
CEO Philipp Navratil ist seit September 2025 im Amt – und treibt die Neuaufstellung offenbar zügig voran. Er übernahm die Führung, nachdem sein Vorgänger Laurent Freixe das Unternehmen im Herbst 2025 nach nur einem Jahr wegen interner Governance-Verstöße verlassen musste.
Vor diesem Hintergrund werten Investoren die konkreten Verkaufspläne als Signal, dass Navratil die Margen über strikte Portfolio-Optimierung stützen will. An der Börse kommt das bislang allerdings nicht als klare Trendwende an: Der Titel schloss am Freitag bei 95,16 USD und liegt seit Jahresbeginn mit -3,40% leicht im Minus.
Nächster Termin: Jahreszahlen am 19. Februar
Der nächste feste Anker für die Bewertung der Strategie steht bereits: Am 19. Februar 2026 legt Nestlé die vollständigen Jahresergebnisse für 2025 vor. Dann geht es um drei Punkte, die laut Marktberichten besonders im Fokus stehen:
- Reales internes Wachstum (RIG): Kommt nach den Preiserhöhungen der Vorjahre wieder positives Mengenwachstum?
- Margen-Ausblick: Wie stark belasten Restrukturierungskosten die operative Marge?
- Dividende: Erwartet wird eine stabile Ausschüttung, trotz Umbauphase.
Bis dahin bleibt der Wasser-Deal das zentrale Thema. Konkrete Fortschritte im Verkaufsprozess – plus ein belastbarer Ausblick am 19. Februar – dürften den Takt für die kurzfristige Kursrichtung vorgeben.
Nestle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nestle-Analyse vom 01. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Nestle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nestle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nestle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








