Nestlé zieht nach der weltweiten Rückrufwelle bei Säuglingsnahrung die Schrauben an – und fährt die eigene Produktion in Europa auf Volllast. Fünf Werke laufen nach Konzernangaben rund um die Uhr, um Versorgungslücken zu schließen. Doch wie schnell lässt sich die Verfügbarkeit im Handel damit tatsächlich stabilisieren?

Die wichtigsten Fakten
- Fünf europäische Standorte produzieren 24/7 (Frankreich, Spanien, Deutschland, Schweiz, Niederlande)
- Auslöser ist der größte Rückruf der Babynahrungsbranche: Produkte von mindestens fünf Herstellern in über 60 Ländern
- Kontamination: Cereulid-Toxin, zurückgeführt auf einen gemeinsamen Drittanbieter-Zulieferer
- Nächster Termin: Jahreszahlen 2025 am 19. Februar 2026

Warum Nestlé jetzt auf Volllast setzt

Die Produktionsausweitung ist eine direkte Reaktion auf die globale Rückrufkrise bei Säuglingsnahrung. Nestlé bestätigte, dass sämtliche Säuglingsnahrungswerke derzeit auf voller Kapazität laufen. Ziel ist es laut Unternehmen, die Verfügbarkeit von Säuglingsnahrung zu erhöhen und die Versorgung sicherzustellen.

Konkret betrifft das fünf Werke in Europa. Dort wird rund um die Uhr produziert, um die entstandenen Lücken nach den Rückrufen schneller zu schließen.

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Rückrufwelle: Ursache und konkrete Fälle

Hintergrund ist eine Kontamination mit dem Cereulid-Toxin, das Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe auslösen kann. Die Ursache wurde laut Angaben auf einen gemeinsamen Drittanbieter-Zulieferer zurückgeführt, den Nestlé und Danone inzwischen nicht mehr nutzen.

In Großbritannien meldeten Behörden 36 Fälle von Kindern mit Vergiftungssymptomen im Zusammenhang mit den Rückrufen. Die britische Food Standards Agency nannte Arachidonsäure-Öl (ARA) als betroffene Zutat in SMA-Produkten. Nestlé hatte im Januar mehrere Chargen von 12 SMA-Säuglingsnahrungsprodukten in Großbritannien zurückgerufen. Am 4. Februar folgte ein weiterer Rückruf einer Charge, die ausschließlich in Nordirland verkauft wurde.

Nestlé erklärte zudem, dass aktuell im Handel befindliche SMA-Produkte die kontaminierte Zutat nicht mehr enthalten.

Nächster Fixpunkt: Jahreszahlen am 19. Februar

Am 19. Februar 2026 legt Nestlé die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025 vor. Neben den Finanzergebnissen wird auch ein Update zur strategischen Neuausrichtung unter der neuen Konzernführung erwartet – vor dem Hintergrund der laufenden Maßnahmen zur Sicherung der Säuglingsnahrungsversorgung.

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