Nestlé Aktie: Showdown naht
Der Schweizer Lebensmittelkonzern legt am 19. Februar die Zahlen für 2025 vor – und die Erwartungen sind hoch. Unter dem neuen CEO Philipp Navratil steht nicht nur eine strategische Neuausrichtung auf dem Prüfstand, sondern auch die Frage, wie teuer der weltweite Rückruf von Säuglingsnahrung wirklich wird. Hinzu kommt ein möglicher Teilverkauf des Wassergeschäfts.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Ergebnistermin: 19. Februar 2026
- Strategische Säulen: Kaffee, Tiernahrung, Ernährung/Gesundheit, Food/Snacks
- Rückruf-Reichweite: Rund 60 Länder betroffen
- Wassergeschäft: Teilverkauf bis 50 Prozent in Prüfung
Vier Säulen statt Zettelwirtschaft
Navratil, der im September 2025 nach der überraschenden Ablösung von Laurent Freixe das Ruder übernahm, will sich künftig auf vier Produktkategorien konzentrieren: Kaffee, Tiernahrung, Ernährung und Gesundheit sowie Lebensmittel und Snacks. Laut Unternehmenskreisen handelt es sich nicht um eine radikale Umstrukturierung, sondern um eine Schärfung der Prioritäten – Volumenwachstum ist die neue zentrale Kennzahl.
Beim Kaffee setzt der Konzern auf Cold-Brew-Produkte und die große Zahl an Menschen weltweit, die noch keinen Kaffee trinken. Die Innovationsstrategie soll von kurzfristigen Einzellaunches auf mehrjährige Produktplattformen umgestellt werden. Bei Tiernahrung rückt Asien in den Fokus, wo die Marktdurchdringung deutlich niedriger ist als in Europa oder den USA. Therapeutische Tiernahrung könnte in etablierten Märkten zusätzliche Impulse liefern.
Rückruf wird teurer als gedacht
Der globale Rückruf von Säuglingsnahrung, der mittlerweile rund 60 Länder betrifft, bleibt ein Damoklesschwert. Nestlé beziffert den Anteil der betroffenen Produkte auf weniger als 0,5 Prozent des Umsatzes – Analysten sind skeptischer. Jefferies schätzt die Kosten auf rund 1,3 Milliarden Schweizer Franken, Barclays rechnet mit etwa einer Milliarde Franken. Investoren dürften bei der Präsentation nachhaken, wie das Unternehmen zu seiner deutlich optimistischeren Einschätzung gelangt.
Wassergeschäft auf dem Prüfstand
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor: das Wassergeschäft, nach Getränken und Süßwaren der drittgrößte Umsatzbringer. Nach Medienberichten prüft Nestlé den Verkauf von bis zu 50 Prozent der Sparte. Deutsche Bank, Bain und weitere Interessenten sollen bereits Gespräche führen. Ein Verkauf würde dem Konzern finanzielle Flexibilität verschaffen – auch mit Blick auf die 20-prozentige L'Oréal-Beteiligung, über deren Zukunft spekuliert wird.
Preismanagement als Hebel
Bei Kaffee und Süßwaren – den beiden größten organischen Wachstumstreibern der ersten neun Monate 2025 – arbeitet das Management an der Preisoptimierung. Mit sinkenden Kakao- und Kaffeepreisen soll die Preisstrategie Volumenrückgänge verhindern und das Konsumentenvertrauen stärken. Ob das ausreicht, um die 18 identifizierten unterperformenden Geschäftsbereiche zu stabilisieren, wird sich am 19. Februar zeigen.
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