Nestlé Aktie: Babykost-Warnung verschärft
Nestlé steht wegen seiner Säuglingsnahrung unter Druck. Was als vorsorglicher Rückruf begann, entwickelt sich zu einem ernsteren Problem: Fünf Babys in Belgien sind nach dem Verzehr von Nestlé-Produkten erkrankt. Labore wiesen das Toxin Cereulid nach, das von Bakterien gebildet wird und durch Abkochen nicht zerstört werden kann. Für den neuen CEO Philipp Navratil kommt die Krise zur Unzeit – eine Woche vor der Vorlage der Jahreszahlen.
Die wichtigsten Fakten:
- Fünf bestätigte Erkrankungen in Belgien
- Toxin Cereulid in Produkten nachgewiesen
- Verschärfte Warnungen in Schweiz und EU
- Aktienkurs zeitweise 1,2% im Minus
- Jahreszahlen am 19. Februar erwartet
Hitzestabiles Toxin bereitet Sorge
Das flämische Gesundheitsministerium bestätigte am Dienstag die Erkrankungen. Die betroffenen Säuglinge litten an Übelkeit und Erbrechen. Der Verursacher: Das Bakterium Bacillus cereus, das das Toxin Cereulid bildet. Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit warnt ausdrücklich, dass das Gift hitzestabil ist. Eltern können die Milch nicht durch Abkochen sicher machen.
Die Behörden haben ihre Warnungen aktualisiert und rufen zur Vorsicht bei bestimmten Chargen auf. Was zunächst als Vorsichtsmaßnahme galt, hat sich damit zu einem bestätigten Gesundheitsrisiko entwickelt.
Erste Bewährungsprobe für neuen CEO
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Für Philipp Navratil ist die Krise die erste große Herausforderung. Der Manager übernahm den CEO-Posten erst im September 2025 von Laurent Freixe. Noch vor wenigen Tagen hatte Navratil seine Strategie für einen Konzernumbau vorgestellt: Fokus auf Kaffee, Tiernahrung, Ernährung & Gesundheit sowie Lebensmittel & Snacks.
Ausgerechnet die Sparte Nutrition & Health, eine der vier Wachstumssäulen, steht nun im Zentrum der Qualitätsbedenken. Analysten beobachten, ob das Management die Situation schnell und transparent lösen kann.
Ungünstiger Zeitpunkt vor Zahlenvorlage
Die Verunsicherung kommt zur Unzeit. Am 19. Februar präsentiert Nestlé die Jahreszahlen 2025. Investoren werden genau hinhören, wie der Konzern die finanzielle Belastung durch den Rückruf einschätzt und welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung geplant sind. Die Aktie notiert damit knapp 5 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und bleibt vorerst in defensiver Haltung.
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