Rekordumsätze auf der einen Seite, umfangreiche Insider-Verkäufe und steigende Short-Quoten auf der anderen. Bei Amphenol zeigt sich derzeit ein widersprüchliches Bild, das Marktteilnehmer zur Vorsicht mahnt. Warum ziehen sich institutionelle Schwergewichte und der eigene Firmenchef ausgerechnet nach einem Erfolgsjahr teilweise zurück?

  • Insider-Aktivität: CEO Richard Adam Norwitt verkaufte Aktien für rund 75,9 Mio. USD.
  • Institutionelle Bewegung: Shell Asset Management reduzierte seine Beteiligung um 91,9 %.
  • Leerverkäufe: Das Short Interest kletterte zuletzt um 35 % auf 17,4 Millionen Aktien.
  • Ausblick Q1 2026: Das Unternehmen prognostiziert einen Gewinn pro Aktie zwischen 0,91 USD und 0,93 USD.

Verkaufsdruck durch Institutionelle

Mehrere Investmentfirmen passten am Montag ihre Positionen an, was auf eine veränderte Stimmung hindeutet. Besonders deutlich fiel die Reaktion von Shell Asset Management aus: Der Verwalter stieß fast seine gesamte Position ab und hält nur noch Restbestände im Wert von rund 1,39 Mio. USD.

Dieser Rückzug deckt sich mit einem deutlichen Anstieg der Leerverkäufe. Mit einem Sprung von 35 % auf über 17 Millionen geshortete Aktien Ende Januar positionieren sich Trader zunehmend für fallende Kurse oder sichern bestehende Portfolios gegen Volatilität ab. Marktbeobachter führen dies unter anderem auf die ambitionierte Bewertung im Sektor für KI-Datenkommunikation zurück.

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CEO-Verkauf und Führungswechsel

Zusätzliche Aufmerksamkeit erregte eine Meldung vom vergangenen Freitag. CEO Richard Adam Norwitt trennte sich in mehreren Transaktionen von insgesamt 515.281 Anteilscheinen zu einem Durchschnittspreis von etwa 147,27 USD. Trotz dieses massiven Verkaufs hält Norwitt weiterhin direkt knapp 1,93 Millionen Aktien.

Die Transaktion erfolgt in einer Phase des personellen Umbruchs. Bereits Anfang Februar gab Amphenol bekannt, dass Norwitt auf der Hauptversammlung 2026 zusätzlich den Posten des Chairman übernehmen wird. Er folgt damit auf Martin H. Loeffler, der in den Ruhestand geht.

Rekordjahr trifft auf hohe Erwartungen

Operativ blickt das Unternehmen auf ein außergewöhnlich starkes Jahr 2025 zurück. Der Jahresumsatz stieg um 52 % auf 23,1 Mrd. USD. Dennoch geriet der Titel zuletzt unter Druck. Während einige ETFs wie der Inspire 500 ihre Positionen um 16,5 % aufstockten, scheint ein Teil des Marktes die hohen Kursgewinne der Vergangenheit zu hinterfragen.

Für das laufende erste Quartal 2026 setzt das Management auf weiteres Wachstum und eine Gewinnspanne zwischen 0,91 USD und 0,93 USD pro Aktie. Die nächste richtungsweisende Marke für Aktionäre wird die operative Bestätigung dieser Wachstumsraten im Bereich der Konnektivitätslösungen sowie die Umsetzung des angekündigten Führungswechsels sein. Die am 5. Februar beschlossene Quartalsdividende von 0,25 USD pro Aktie bleibt von den aktuellen Umschichtungen unberührt.

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