Nestlé Aktie: Gewinnsprung in Asien
Ein starkes Ausrufezeichen aus Fernost sorgt für Aufsehen beim Schweizer Lebensmittelriesen. Während der Mutterkonzern den wohl radikalsten Umbau der jüngeren Unternehmensgeschichte vorantreibt, meldet die Tochtergesellschaft Nestlé Malaysia eine massive Gewinnsteigerung. Für Anleger stellt sich die Frage: Kann das florierende Asien-Geschäft die Belastungen durch den laufenden Stellenabbau und Produktbereinigungen kompensieren?
Operative Explosion in Malaysia
Die Zahlen der asiatischen Tochter lesen sich beeindruckend. Im vierten Quartal kletterte der Nettogewinn von Nestlé Malaysia um 205,4 Prozent auf 125,53 Millionen Ringgit. Auch der Umsatz legte zweistellig um 14,2 Prozent auf 1,68 Milliarden Ringgit zu. Verantwortlich für diesen Schub waren laut Unternehmensangaben eine robuste Inlandsnachfrage sowie starke Zuwächse im Exportgeschäft.
Diese regionale Stärke spiegelt sich auch in der jüngsten Kursentwicklung des Mutterkonzerns wider. Die Nestlé Aktie konnte auf Wochensicht um knapp 5 Prozent zulegen und notiert heute bei rund 91,44 Euro. Aktionäre der malaysischen Tochter profitieren zudem direkt von einer angekündigten Zwischendividende, die im Mai ausgezahlt werden soll.
Radikaler Konzernumbau läuft
Trotz der positiven Signale aus Asien bleibt die Gesamtlage des Konzerns von tiefgreifenden Strukturmaßnahmen geprägt. Das Management treibt die Bereinigung des Portfolios konsequent voran. Künftig konzentriert sich Nestlé auf vier Kernbereiche: Kaffee, Tiernahrung, Ernährung sowie Lebensmittel und Snacks. Das Eiscreme-Geschäft wandert zum Joint Venture Froneri, während für die Wassersparte ein Verkauf oder eine Ausgliederung bis 2027 geplant ist.
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Dieser Fokus hat einen hohen Preis. Bis Ende 2027 sollen konzernweit rund 16.000 Stellen gestrichen werden, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Analysten bewerten diese Schritte gemischt; während die DZ Bank zuletzt ihre Kaufempfehlung bestätigte, stuften JP Morgan und Jefferies das Papier auf "Neutral" ein.
Belastungsfaktor Rückruf
Nicht alle Nachrichten sind positiv. Ein weltweiter Rückruf von Säuglingsnahrung, ausgelöst durch einen kontaminierten Zusatzstoff eines chinesischen Zulieferers, trübt die Wachstumsaussichten leicht ein. Nestlé kalkuliert, dass dieser Vorfall das organische Wachstum im Jahr 2026 um etwa 20 Basispunkte bremsen wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 verzeichnete der Konzern ein organisches Wachstum von 3,5 Prozent bei einer operativen Marge von 16,1 Prozent.
Um die Aktionäre während dieser Übergangsphase bei Laune zu halten, schlägt das Management eine Erhöhung der Dividende auf 3,10 Schweizer Franken vor. Ob die Aktie ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen kann, hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell und reibungslos die Trennung von den Randsparten gelingt und ob die Kosteneinsparungen ab 2027 voll greifen.
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