Nestlé Aktie: Konzernumbau läuft
Der Nahrungsmittelriese aus der Schweiz hat umfassende Veränderungen angekündigt. CEO Philipp Navratil krempelt den Konzern um: Eiscreme-Verkauf, Ausstieg aus dem Wassergeschäft und Fokus auf vier Kernbereiche. Die Zahlen für 2025 überraschten positiv, doch ein Produktrückruf trübt den Ausblick.
Viertes Quartal stärker als erwartet
Das organische Wachstum erreichte im Schlussquartal 4,0 Prozent – Analysten hatten nur 3,55 Prozent prognostiziert. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Nestlé ein organisches Plus von 3,5 Prozent. Der berichtete Umsatz sank währungsbedingt auf 89,5 Milliarden Schweizer Franken.
Beim Gewinn sieht es weniger erfreulich aus: Der Nettogewinn brach um 17 Prozent auf 9,0 Milliarden Franken ein. Der Gewinn je Aktie fiel um 16,3 Prozent auf 3,51 Franken. Die operative Marge rutschte von 17,2 auf 16,1 Prozent. Trotzdem schlägt der Verwaltungsrat eine leicht erhöhte Dividende von 3,10 Franken je Aktie vor.
Radikaler Strategiewechsel
Navratil, seit September 2025 im Amt, strukturiert den Konzern grundlegend neu. Künftig konzentriert sich Nestlé auf Kaffee, Tiernahrung, Nutrition sowie Food & Snacking. Die ersten drei Bereiche steuern bereits 70 Prozent des Umsatzes bei.
Die verbliebene Eiscreme-Sparte steht zum Verkauf an Froneri, ein Joint Venture mit der Beteiligungsgesellschaft PAI Partners. Das Wassergeschäft mit Marken wie Perrier soll bis 2027 abgespalten werden. Auch schwächere Vitamin- und Nahrungsergänzungsmarken werden geprüft – Gespräche mit Interessenten laufen bereits.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nestle?
Produktrückruf belastet 2026
Ein weltweiter Rückruf von Säuglingsnahrung im Januar wirft Schatten auf das laufende Jahr. Der Nachweis von Cereulid, verursacht durch einen verunreinigten Zulieferer-Inhaltsstoff, zwingt den Konzern zum Handeln. Im ersten Quartal 2026 rechnet CFO Anna Manz mit einem Umsatzausfall von rund 200 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr kalkuliert Nestlé 20 Basispunkte weniger organisches Wachstum ein. Die Restrukturierungskosten summierten sich auf 1,7 Milliarden Franken.
Effizienzprogramm übertrifft Ziel
Das Sparprogramm "Fuel for Growth" lieferte Einsparungen von 1,1 Milliarden Franken – 350 Millionen mehr als geplant. Für 2026 investiert der Konzern zusätzlich 0,6 Milliarden in Wachstumsplattformen, die nun 30 Prozent des Umsatzes abdecken.
Ausblick unter Vorbehalt
Für 2026 peilt Nestlé ein organisches Wachstum von 3 bis 4 Prozent an. Die operative Marge soll sich verbessern, besonders in der zweiten Jahreshälfte. Der freie Cashflow wird oberhalb von 9 Milliarden Franken erwartet. Sollte der Produktrückruf weitere Kreise ziehen, könnte das Wachstum am unteren Ende der Spanne landen. Die Aktie steht aktuell bei 88,43 Euro und notiert damit etwa 7 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von Mitte Mai.
Nestle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nestle-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Nestle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nestle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nestle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








