Die von EVN vorgelegten Zahlen für das vergangene Quartal fielen auf den ersten Blick recht erfreulich aus. Das Unternehmen meldete einen Anstieg des Nettoergebnis um knapp zehn Prozent auf 126,9 Millionen Euro. Zu verdanken war das allerdings vordergründig an geringeren Steueraufwendungen und der ertragswirksamen Auflösung einer Rückstellung für Verbindlichkeiten. Mit anderen Worten fanden die höheren Gewinne zum Teil nur auf dem Papier statt.

Im tatsächlichen Geschäft musste EVN hingegen Rückgänge verzeichnen. Ungünstige Wind- und Wasserbedingungen ließen die Stromproduktion um 10,1 Prozent auf 740 Gigawattstunden einbrechen, obschon der Ausbau von Kapazitäten sich im letzten Jahr weiter fortsetzte. Allein im Segment der Erneuerbaren musste ein Minus von 8,9 Prozent auf 598 Gigawattstunden festgestellt werden.

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EVN macht weiter

Dadurch bedingt konnten die Umsätze lediglich um überschaubare 3,3 Prozent auf 830,7 Millionen Euro zulegen, was auch mit regulatorisch bedingten Preiseffekten in Verteilnetzen in Niederösterreich sowie in Bulgarien zusammenhing. Da gleichzeitig über höhere Netzkosten und einen steigenden Personalaufwand informiert wurde, entwickelte sich das operative Ergebnis rückläufig und fiel um 2,2 Prozent auf 247,4 Millionen Euro zurück.

Die nackten Zahlen verschleiern schon fast ein wenig, dass EVN im letzten Quartal letztlich mit einem negativen Trend zu kämpfen hatte. Dessen ungeachtet stellen die Verantwortlichen weitere Investitionen in Aussicht. Unverändert ist geplant, bis zum Jahr 2030 die jährlichen Ausgaben bei etwa einer Milliarde Euro zu halten. An der Prognose hat sich ebenfalls nichts geändert. Erwartet wird ein Konzernergebnis im Bereich von 430 bis 480 Millionen Euro.

Wie erwartet?

EVN konnte den Anlegern zwar keine sensationell guten Neuigkeiten vorlegen. Die bestätigte Prognose weist aber darauf hin, dass der Konzern sich auf die geringere Produktion bereits eingestellt hatte und die Rückgänge sich im Rahmen der Erwartungen abspielten. Das kann ein Lichtblick sein und die Anleger zeigten sich letztlich nicht geschockt. Die EVN-Aktie reagierte auf die Zahlen im frühen Handel am Mittwoch mit überschaubaren Rückgängen von 0,4 Prozent bis zum frühen Nachmittag.

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