Siemens Energy steuert auf einen Termin zu, der gleich zwei Themen bündelt: die erste Dividende seit Jahren – und die strategische Baustelle Siemens Gamesa. Am Donnerstag findet die Hauptversammlung in Berlin statt, und sie dürfte mehr werden als ein Pflichtprogramm. Denn neben starken Quartalszahlen wollen Aktionäre vor allem eines hören: Wie geht es mit der Windkrafttochter weiter?

Heute notiert die Aktie bei 170,80 Euro und markiert damit ein neues 52‑Wochen-Hoch. Das unterstreicht, wie hoch die Erwartungen inzwischen sind.

Dividende: Rückkehr nach vier Jahren

Auf der Tagesordnung steht eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Damit würde Siemens Energy erstmals seit vier Jahren wieder ausschütten. Nach der Krise rund um Siemens Gamesa und den staatlichen Kreditgarantien 2023 war die Dividende ausgesetzt worden.

Der Ex-Dividenden-Tag ist laut Quelltext auf den 27. Februar terminiert – also direkt nach der Hauptversammlung.

Gamesa bleibt das Reizthema

Neben formalen Punkten dürfte die Diskussion um Siemens Gamesa den Ton angeben. Der aktivistische Investor Ananym Capital fordert eine Abspaltung der Windkraftsparte. CEO Christian Bruch hatte Anfang Februar signalisiert, dass die Forderung „grundsätzlich berechtigt“ sei – knüpft sie aber an eine klare Bedingung: Erst stabilisieren, dann über Strukturmaßnahmen sprechen.

Auch mehrere Großaktionäre bezeichneten einen Spin-off laut Quelltext als verfrüht. Damit läuft alles auf eine zentrale Debatte hinaus: Kommt schon ein belastbarer Zeitplan – oder bleibt es bei einem „erst liefern, dann trennen“?

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens Energy?

Operativ zeigen die jüngsten Zahlen zumindest Fortschritte. Der operative Verlust bei Gamesa (Profit before Special Items) schrumpfte im Q1 des Geschäftsjahres 2026 auf –46 Mio. Euro, nach –374 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Siemens Energy hält am Ziel fest, im laufenden Geschäftsjahr 2026 bei Gamesa den Break-even zu erreichen.

Rekordzahlen liefern Rückenwind

Dass die Aktie so stark läuft, hängt auch mit dem zuletzt gemeldeten Quartal zusammen. Im Q1 2026 (Oktober bis Dezember 2025) meldete Siemens Energy Rekorde beim Auftragseingang (17,6 Mrd. Euro) und beim Auftragsbestand (146 Mrd. Euro). Dazu kamen 9,7 Mrd. Euro Umsatz sowie ein Ergebnis vor Sondereffekten von 1.159 Mio. Euro.

Als Treiber nannte das Unternehmen vor allem Gas Services mit 102 gebuchten Gasturbinen – das stärkste Quartal der Segmentgeschichte. Grid Technologies profitierte zudem von hoher Nachfrage nach Infrastruktur für Rechenzentren, insbesondere in den USA.

Der Jahresausblick blieb dabei unverändert: Für 2026 erwartet das Management 11–13 % Umsatzwachstum (vergleichbar), 9–11 % Marge vor Sondereffekten, ein Nettoergebnis von 3–4 Mrd. Euro und einen Free Cash Flow pre tax von 4–5 Mrd. Euro. Zusätzlich hatte der Konzern bereits im November 2025 die Mittelfristziele für 2028 angehoben, inklusive einer Zielmarge von 14–16 % vor Sondereffekten.

Zum Termin: Die Hauptversammlung startet am Donnerstag um 10:00 Uhr (MEZ) in Berlin und wird online übertragen; Reden von Aufsichtsratschef Joe Kaeser und CEO Christian Bruch wurden bereits vorab veröffentlicht. Neben der Dividende stehen auch die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie eine Anpassung der Aufsichtsratsvergütung auf der Agenda.

Anzeige

Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...