Nebius Aktie: Keine Atempause?
Das AI-Cloud-Unternehmen Nebius Group hat am 12. Februar 2026 seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die sorgen für gemischte Gefühle. Einerseits explodierte der Umsatz um 547 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Andererseits schoss der Cashverbrauch in astronomische Höhen: Rund 2,1 Milliarden Dollar verbrannte die Firma allein im Schlussquartal für Investitionen. Die Aktie geriet daraufhin ins Wanken und verlor etwa 2 Prozent.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
- Umsatz Q4 2025: 227,7 Millionen Dollar (+547% YoY)
- Nettoverlust Q4: 249,6 Millionen Dollar
- Investitionen Q4: ~2,1 Milliarden Dollar
- Gesamtjahr 2025 Capex: 4,066 Milliarden Dollar (+404%)
- Capex-Prognose 2026: 16-20 Milliarden Dollar
Umsatz steigt massiv – verfehlt aber Erwartungen
Mit 227,7 Millionen Dollar Quartalsumsatz verzeichnete Nebius einen spektakulären Anstieg. Doch Analysten hatten laut GuruFocus mit rund 246 Millionen Dollar gerechnet. Die Verfehlung der Prognose belastet das Sentiment.
Der Nettoverlust weitete sich auf 249,6 Millionen Dollar aus. Verantwortlich dafür sind vor allem steigende Abschreibungen und Betriebskosten. Das Management begründet die Belastungen mit laufenden Investitionen in Hardware sowie Grundstückskäufen für neue Rechenzentren.
Investitionswelle alarmiert Investoren
Die eigentliche Brisanz steckt in den Kapitalausgaben. Im vierten Quartal allein flossen etwa 2,1 Milliarden Dollar in Sachanlagen. Über das Gesamtjahr 2025 summieren sich die Investitionen auf 4,066 Milliarden Dollar – ein Plus von 404 Prozent gegenüber 2024.
Laut Reuters treibt der Kauf von KI-Prozessoren und der Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten die Ausgaben. Nebius will sich im Wettlauf um begrenzte AI-Infrastruktur Vorteile sichern, während die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt.
Besonders beunruhigend: Für 2026 plant das Unternehmen Investitionen zwischen 16 und 20 Milliarden Dollar. Anleger fragen sich, wie lange diese aggressive Ausgabenpolitik tragbar bleibt.
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Neun neue Rechenzentren geplant
Nebius kündigte den Bau von neun zusätzlichen Rechenzentren in den USA, Frankreich, Israel und Großbritannien an. Ein Prestigeprojekt entsteht nahe Lille in Frankreich: Ein 240-Megawatt-Zentrum soll künftig Hyperscaler und Unternehmenskunden bedienen.
Zu den Kunden des in Amsterdam ansässigen Unternehmens zählen bereits Microsoft und Meta. Nebius stellt Nvidia-Prozessoren und AI-Cloud-Infrastruktur bereit und konkurriert dabei mit Wettbewerbern wie CoreWeave um die stark wachsenden Ausgaben für KI-Systeme.
Tavily-Übernahme für 275 Millionen Dollar
Parallel zur Bilanzvorlage verkündete Nebius die Übernahme von Tavily für 275 Millionen Dollar. Laut TipRanks soll der Anbieter von agentic-Search-Technologie die KI-Plattform von Nebius um Echtzeit-Suchfunktionen erweitern.
Tavily verzeichnet über 3 Millionen monatliche SDK-Downloads und bedient mehr als 1 Million Entwickler. Zu den Kunden gehören Fortune-500-Konzerne wie IBM sowie KI-Spezialisten wie Groq und Cohere. Die Transaktion soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Tavily bleibt als Marke bestehen.
Langfristziele trotz kurzfristiger Belastungen
CEO Arkady Volozh betonte in einem Aktionärsbrief, die Nachfrage von Unternehmenskunden und KI-nativen Firmen übersteige weiterhin das Angebot. Das Unternehmen könne künftige Kapazitäten bereits Monate im Voraus verkaufen. Gleichzeitig warnte das Management, die Kosten blieben vorerst auf hohem Niveau. Der Abschluss weiterer Rechenzentren und die Integration von Tavily dürften die Margen kurzfristig unter Druck halten. Ob die milliardenschweren Wetten auf KI-Infrastruktur aufgehen, entscheidet sich in den kommenden Quartalen.
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