Der KI-Infrastruktur-Spezialist Nebius Group sorgt für Aufsehen. Trotz verfehlter Umsatzerwartungen im vierten Quartal feierten Anleger am Freitag ein bemerkenswertes Comeback der Aktie. Der Grund liegt nicht in der Vergangenheit, sondern in einem äußerst aggressiven Ausblick für 2026 und dem erstmaligen Erreichen der Profitabilität auf bereinigter Basis.

Nach einer anfänglich volatilen Reaktion schoss der Kurs am Freitag um 9,2 Prozent auf 98,01 US-Dollar nach oben. Marktteilnehmer ignorierten schnell den leichten Umsatzrückstand gegenüber einigen Konsensschätzungen und fokussierten sich auf die schwarzen Zahlen. Mit einem bereinigten EBITDA von 15,0 Millionen US-Dollar gelang dem Unternehmen im vierten Quartal die Wende – im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Verlust von fast 64 Millionen US-Dollar. Der Quartalsumsatz explodierte im Jahresvergleich um 547 Prozent auf 227,7 Millionen US-Dollar.

Angriff auf die Milliarden-Marke

Doch das eigentliche Feuerwerk zündete das Management beim Ausblick. Für das Geschäftsjahr 2026 stellt Nebius einen Umsatzsprung auf 3,0 bis 3,4 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Gleichzeitig peilt der Konzern eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 40 Prozent an. Um dieses Wachstum zu stemmen, plant Nebius gewaltige Investitionsausgaben (CapEx) zwischen 16 und 20 Milliarden US-Dollar. Bemerkenswert ist dabei die Finanzierungsstrategie: Über 60 Prozent dieser Summe sollen durch den operativen Cashflow und Kundenanzahlungen gedeckt werden.

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Strategische Zukäufe und Kapazität

Das Ziel ist klar: Nebius will sich als spezialisierte Alternative zu den großen Cloud-Anbietern für GPU-as-a-Service etablieren. Bis Ende 2026 soll die verfügbare Rechenzentrumskapazität auf bis zu 1 Gigawatt ausgebaut werden; vertraglich gesichert sind bereits über 3 Gigawatt.

Parallel stärkt das Unternehmen seine Software-Seite durch die Übernahme von Tavily für rund 275 Millionen US-Dollar. Diese Akquisition zielt darauf ab, die eigene Cloud-Plattform mit Echtzeit-Suchfunktionen für autonome KI-Agenten auszustatten und sich so Marktanteile im aufstrebenden Bereich der "Agentic AI" zu sichern.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Umsatz Q4 2025: 227,7 Mio. USD (+547% zum Vorjahr)
  • Bereinigtes EBITDA: 15,0 Mio. USD (erstmals positiv)
  • Cash-Bestand: 3,7 Mrd. USD (zum 31.12.2025)
  • Prognose 2026: 3,0 – 3,4 Mrd. USD Umsatz

Nebius positioniert sich mit diesen Zahlen aggressiv im Wettbewerb um High-Performance-Computing. Die Kombination aus erreichtem Break-even auf EBITDA-Basis und den massiven Investitionsplänen zeigt, dass das Unternehmen die aktuell hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur ohne Zögern bedienen will. Anleger honorieren diesen Mut zum Risiko und die klare Wachstumsstrategie vorerst mit deutlichen Kursaufschlägen.

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