Nebius setzt konsequent auf Wachstum – und verlangt dem Markt dafür viel Geduld ab. Denn die jüngsten Zahlen zeigen: Dem Umsatzplus stehen hohe Verluste und vor allem enorme Investitionen in neue Kapazitäten gegenüber. Am Freitag reagierten Anleger erneut zurückhaltend.

Die Aktie gab im Tagesverlauf um 5,9% nach. Der Kursrückgang wird am Markt als Fortsetzung der Neubewertung nach den Zahlen zum vierten Quartal und Gesamtjahr 2025 gesehen, die das Unternehmen am 12. Februar vorgelegt hatte.

Wachstum – bezahlt mit Milliarden

Im Schlussquartal 2025 meldete Nebius einen deutlichen Umsatzsprung. Der Umsatz lag bei 227,7 Mio. US-Dollar (Quartal per 31. Dezember 2025). Gleichzeitig fielen hohe Nettoverluste an – und vor allem ein sehr kapitalintensiver Ausbau.

Besonders ins Auge stachen die Investitionen: Rund 2,1 Mrd. US-Dollar an Capex im vierten Quartal, vor allem für GPUs, zugehörige Hardware und den Ausbau von Rechenzentren. Genau hier liegt der Knackpunkt: Kann das Unternehmen das hohe Tempo halten, ohne dass der Cash-Abfluss zu lange auf die Profitabilität drückt?

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Ausbaupläne bis 2026

Ungeachtet der Kursreaktion hält das Management an einem ambitionierten Kurs fest. Nebius nennt Ziele für die annualisierte Umsatz-Run-Rate und baut die Stromkapazität deutlich aus, um weiteres Wachstum zu ermöglichen.

Nach Unternehmensangaben übertraf Nebius sein 2025-Ziel für aktive Leistung und hob die Prognose für vertraglich gesicherte Leistung bis Ende 2026 an. Parallel konkretisiert sich die Expansion: Geplant ist ein neues 240-MW-Rechenzentrum in Frankreich, das nach Fertigstellung zu den größten in Europa zählen soll. Insgesamt sollen bis 2026 neun neue Standorte hinzukommen – das würde die Zahl der Locations mehr als verdoppeln.

Zum Wochenschluss bleibt damit vor allem ein Punkt im Fokus: ob Nebius den großflächigen Kapazitätsaufbau wie geplant umsetzt und den vorhandenen Auftragsbestand zügig in Umsatz überführt.

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