Green Thumb Industries navigiert derzeit durch ein spannungsgeladenes Umfeld aus finanziellen Erfolgen und neuem juristischem Druck. Während ein beigelegter Rechtsstreit einen signifikanten Millionenbetrag in die Kassen spült, belastet eine neue Kartellklage im wichtigen Markt Ohio die regulatorischen Aussichten. Kann der frische Cash-Zufluss die drohenden Rechtsrisiken kompensieren?

  • Vergleichszahlung: 17 Millionen US-Dollar von Ascend Wellness erhalten.
  • Kartellklage: Klage in Ohio wegen mutmaßlich wettbewerbswidriger Absprachen eingereicht.
  • Termin: Veröffentlichung der Jahresergebnisse 2025 am 25. Februar.
  • Regulierung: Branche wartet auf die bundesweite Herabstufung von Cannabis in Stufe III.

Finanzieller Spielraum durch Vergleich

Die Liquidität des Unternehmens wurde am vergangenen Mittwoch durch eine Zahlung von Ascend Wellness Holdings gestärkt. Hintergrund ist ein langjähriger Streit über eine Vereinbarung aus dem Jahr 2018. Ein Schiedsrichter hatte Green Thumb ursprünglich eine Summe von rund 19,7 Millionen US-Dollar zugesprochen. Die beteiligten Unternehmen einigten sich schließlich auf einen Vergleich über 17 Millionen US-Dollar, womit alle Ansprüche aus dem Schiedsverfahren abgegolten sind.

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Kartellrechtliche Hürden in Ohio

Trotz der finanziellen Entlastung steht das Unternehmen vor neuen regulatorischen Herausforderungen. Der Generalstaatsanwalt von Ohio, Dave Yost, hat eine Kartellklage gegen neun große Cannabis-Betreiber erhoben, darunter auch Green Thumb.

Den Unternehmen wird vorgeworfen, durch gegenseitige Kaufvereinbarungen ihre eigenen Produkte bevorzugt und den Marktzugang für kleinere, unabhängige Konkurrenten gezielt eingeschränkt zu haben. Ziel dieser Praktiken sei es gewesen, die Preise für Endkonsumenten künstlich hochzuhalten. Die Ermittlungen gehen auf einen Hinweis eines Branchenmitarbeiters aus dem Jahr 2024 zurück.

Politischer Kontext und Ausblick

Diese Entwicklungen fallen in eine Phase weitreichender politischer Diskussionen auf Bundesebene. Eine präsidiale Anordnung forderte Ende 2025 eine beschleunigte Neueinstufung von Cannabis von Stufe I auf Stufe III des Betäubungsmittelgesetzes. Eine solche Herabstufung könnte erhebliche steuerliche Vorteile bringen, da restriktive Abzugsverbote (IRC Section 280(e)) für die Branche wegfallen könnten.

Am 25. Februar wird Green Thumb nach US-Börsenschluss die Finanzergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Marktteilnehmer erwarten dabei insbesondere Informationen zur operativen Performance angesichts der neuen juristischen Auseinandersetzungen.

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