Nebius Group steht vor einem Schlüsselmoment. Am 12. Februar legt der KI-Infrastrukturanbieter seine Quartalszahlen vor – und die Erwartungen sind hoch. Die Aktie schwankt seit Tagen heftig, die Unsicherheit ist greifbar. Hält das rasante Wachstum an oder droht eine Enttäuschung?

Die Zahlen werden zeigen

Am 12. Februar vor Handelsbeginn veröffentlicht Nebius die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Um 14:00 Uhr deutscher Zeit folgt die Telefonkonferenz mit dem Management.

Die Messlatte liegt hoch. Im dritten Quartal 2025 erlöste das Unternehmen 146 Millionen Dollar – ein Plus von 355 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während des Q3-Calls hatte das Management die Investitionsplanung für 2025 von 2 auf 5 Milliarden Dollar angehoben. Die Frage lautet nun: Kann Nebius diesen Kurs fortsetzen?

Wichtige Eckdaten auf einen Blick:

  • Q3 2025 Umsatz: 146 Millionen Dollar (+355% zum Vorjahr)
  • Investitionsbudget 2025: Von 2 auf 5 Milliarden Dollar erhöht
  • Marktkapitalisierung: Rund 18,6 Milliarden Dollar
  • 52-Wochen-Spanne: 18,31 bis 141,10 Dollar

Kursrücksetzer nach Rekordhoch

Die Aktie steht aktuell bei 73,87 Dollar (Stand: 5. Februar). Damit liegt sie deutlich unter dem Allzeithoch von 141,10 Dollar, das im Oktober 2025 erreicht wurde. Allein zwischen dem 4. und 5. Februar rutschte der Kurs von 82,39 auf 73,87 Dollar ab.

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Die Volatilität spiegelt die allgemeine Nervosität im KI-Sektor wider. Viele Investoren positionieren sich vor den Quartalszahlen vorsichtig um.

Israel-Vertrag als Referenzprojekt

Ende Januar sicherte sich Nebius einen bedeutenden Auftrag: Die Israel Innovation Authority wählte das Unternehmen nach einem Auswahlverfahren für den Bau und Betrieb der nationalen KI-Supercomputer-Infrastruktur aus. Das Projekt läuft bereits.

Dieser staatlich unterstützte Auftrag dient als Referenz für weitere Großkunden. Unternehmen und Institutionen, die über umfangreiche KI-Infrastruktur nachdenken, können nun auf ein konkretes Beispiel verweisen.

Microsoft als Großkunde

Im September 2025 gewann Nebius Microsoft als Kunden. Der Tech-Konzern unterzeichnete einen mehrjährigen Vertrag für die Nutzung der Cloud-Infrastruktur. Solche Partnerschaften sind entscheidend für die weitere Skalierung des Geschäfts.

Nebius betreibt Rechenzentren in Europa und den USA und fokussiert sich auf KI-lastige Workloads. Neben der Cloud-Plattform gehören Avride (autonomes Fahren), TripleTen (Tech-Ausbildung) und Beteiligungen wie ClickHouse zum Portfolio.

Was am 12. Februar zählt

Investoren werden die Umsatzentwicklung im Schlussquartal und den Ausblick für 2026 genau prüfen. Entscheidend sind auch Updates zur vertraglich gebundenen Kapazität und zur Auslastung der Rechenzentren. Hat Nebius weitere Großkunden gewonnen? Wie entwickeln sich die Margen bei steigenden Investitionen?

Die Antworten folgen am Mittwoch.

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