MP Materials veröffentlicht heute nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Für den Hersteller von Seltenen Erden und Magneten könnte es eine Zeitenwende bedeuten: Erstmals seit mehreren Quartalen erwarten Analysten wieder schwarze Zahlen. Die Konferenzschaltung ist für 23 Uhr mitteleuropäischer Zeit angesetzt.

Was die Analysten erwarten

Die Schätzungen fallen je nach Quelle leicht unterschiedlich aus. Seeking Alpha und Benzinga gehen von einem Gewinn je Aktie von 0,02 Dollar aus, bei einem Umsatz von 58,83 Millionen Dollar. Zacks liegt mit 0,04 Dollar je Aktie und 59,60 Millionen Dollar Erlös etwas optimistischer.

Im dritten Quartal 2025 hatte MP Materials einen bereinigten Verlust von 0,10 Dollar je Aktie ausgewiesen – deutlich besser als die erwarteten minus 0,17 Dollar. Im zweiten Quartal stand unter dem Strich ein GAAP-Verlust von 0,19 Dollar je Aktie, bereinigt waren es minus 0,13 Dollar. Auch das lag über den Erwartungen von minus 0,20 Dollar.

Die entscheidenden Faktoren

Rekordproduktion bei NdPr

In den ersten neun Monaten 2025 produzierte MP Materials 1.881 Tonnen Neodym-Praseodym (NdPr) – bereits mehr als im gesamten Jahr 2024 mit 1.294 Tonnen. Allein im dritten Quartal waren es 721 Tonnen, ein Plus von 51 Prozent zum Vorjahr. Beobachter rechnen damit, dass sich dieser Trend im Schlussquartal fortgesetzt hat.

Preisabsicherung durch Pentagon

Seit dem 1. Oktober 2025 profitiert MP Materials von einer Preisuntergrenze für NdPr, die das US-Verteidigungsministerium garantiert. Die Vereinbarung ist Teil einer öffentlich-privaten Partnerschaft und sichert dem Unternehmen stabile Erlöse – unabhängig von den schwankenden Rohstoffpreisen am Weltmarkt.

China-Lieferstopp belastet

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Allerdings hatte MP Materials im April 2025 seine Lieferungen nach China gestoppt – eine Reaktion auf chinesische Zölle und Exportkontrollen. Zuvor hatten diese Geschäfte rund die Hälfte der Umsätze ausgemacht. Wie stark dieser Wegfall die Ergebnisse belastet hat, wird sich in den Zahlen zeigen.

Steigende Marktpreise als Rückenwind

Reuters meldete Mitte Februar, dass die Preise für NdPr-Oxid auf etwa 123 Dollar je Kilogramm geklettert sind – deutlich über der Preisuntergrenze von 110 Dollar, die das Pentagon garantiert. Die feste Nachfrage und Engpässe beim Angebot könnten dem vierten Quartal zusätzlichen Schub verliehen haben.

Aktie mit starker Jahresbilanz

Die Aktie notierte am 24. Februar bei 58,44 Dollar. Auf Jahressicht steht ein Plus von rund 148 Prozent zu Buche, obwohl der Kurs im vergangenen Monat etwa 16 Prozent nachgegeben hat. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 10,35 Milliarden Dollar.

Die Kursrally spiegelt den Wandel des Geschäftsmodells wider: MP Materials entwickelt sich vom reinen Minenbetreiber am Standort Mountain Pass in Kalifornien zum vertikal integrierten Hersteller mit eigener Magnetfertigung in Fort Worth, Texas.

Worauf Investoren achten sollten

Neben den reinen Zahlen dürfte die Telefonkonferenz wichtige Signale zur weiteren Entwicklung liefern. Im Fokus steht der Hochlauf der Magnetproduktion am Standort Independence in Texas. Erste Lieferungen magnetischer Vorprodukte waren dort im März 2025 angelaufen, die kommerzielle Magnetfertigung sollte zum Jahresende starten.

Zudem könnte das Management Details zur geplanten zweiten, größeren Magnetfabrik nennen, die ebenfalls mit Pentagon-Unterstützung entstehen soll. Auch ein Ausblick auf Produktionsmengen und Finanzkennzahlen für das laufende Jahr 2026 wäre für die Einschätzung der weiteren Entwicklung hilfreich.

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