Moderna Aktie: Rückkehr zum Wachstum
Die Moderna-Aktie legte am Freitag um 8,5 Prozent zu, nachdem das Unternehmen seine Quartalszahlen vorgelegt hatte. Der Biotech-Konzern übertraf die Erwartungen beim Verlust je Aktie und kündigte für 2026 erstmals seit Jahren wieder Umsatzwachstum an. Nach dem dramatischen Einbruch der COVID-Impfstoffnachfrage scheint Moderna den Tiefpunkt durchschritten zu haben.
Im vierten Quartal 2025 verbuchte Moderna einen Verlust von 2,11 Dollar je Aktie – deutlich besser als die von Analysten prognostizierten 2,62 Dollar. Der Umsatz lag bei 678 Millionen Dollar und übertraf damit die Schätzungen von 663 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Umsatz auf 1,9 Milliarden Dollar, während der Nettoverlust auf 2,8 Milliarden Dollar zurückging.
Kostensenkung zeigt Wirkung
Der aggressive Sparkurs trägt Früchte. Die Betriebskosten sanken 2025 um 2,2 Milliarden Dollar oder 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben gingen um 31 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar zurück, während die Vertriebs- und Verwaltungskosten um 13 Prozent auf eine Milliarde Dollar schrumpften. Diese Disziplin soll sich fortsetzen: Für 2026 rechnet das Management mit Cash-Kosten von 4,2 Milliarden Dollar.
Die Liquidität bleibt solide. Ende 2025 verfügte Moderna über 8,1 Milliarden Dollar an Barmitteln und Investitionen. Für Ende 2026 wird ein Kassenbestand zwischen 5,5 und 6 Milliarden Dollar erwartet.
mNEXSPIKE überzeugt im ersten Jahr
Der im vergangenen Jahr in den USA zugelassene COVID-Impfstoff mNEXSPIKE entwickelt sich zum Hoffnungsträger. Das Vakzin eroberte im ersten Jahr 24 Prozent des gesamten US-Einzelhandelsmarkts und sogar 34 Prozent bei der besonders wichtigen Zielgruppe der über 65-Jährigen. Diese Altersgruppe macht den Großteil des Marktes aus.
Die internationale Expansion läuft an. Kanada und Australien haben mNEXSPIKE bereits zugelassen, weitere Genehmigungen in Europa, Japan und Taiwan werden 2026 erwartet. Die strategischen Partnerschaften mit Großbritannien, Kanada und Australien sollen ebenfalls substantiell zum Wachstum beitragen. Allein der britische Auftrag für die Frühjahrskampagne bringt voraussichtlich 200 Millionen Dollar im ersten Halbjahr 2026.
Rückschlag bei Grippeimpfstoff
Ein Wermutstropfen bleibt: Die FDA verweigerte den Beginn der Prüfung für Modernas saisonalen Grippeimpfstoff mRNA-1010. Das Unternehmen forderte nun ein Type-A-Meeting mit der Behörde, um den weiteren Weg in den USA zu klären. In Europa, Kanada und Australien läuft die Zulassungsprüfung hingegen weiter.
Für die Kombination aus Grippe- und COVID-Impfstoff (mRNA-1083) wird noch 2026 mit einer Zulassung in Europa und Kanada gerechnet. Diese Kombipräparate gelten als wichtiger Schritt, um Marktanteile im 1,8 Milliarden Dollar schweren europäischen Atemwegsimpfstoff-Markt zu gewinnen, der ab der Wintersaison 2027 für Moderna offensteht.
Onkologie-Pipeline nimmt Fahrt auf
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem individualisierten Krebstherapie-Programm INT, das gemeinsam mit Merck entwickelt wird. Die Fünf-Jahres-Daten bei adjuvantem Melanom zeigen weiterhin eine rund 50-prozentige Reduktion der Rückfall- oder Todesrate. Die Phase-III-Studie in dieser Indikation ist vollständig eingeschrieben und könnte noch 2026 Ergebnisse liefern.
Auch die Studien bei Nierenzellkarzinom und muskelinvasivem Blasenkarzinom sind komplett rekrutiert. Insgesamt laufen acht Phase-II- oder Phase-III-Studien mit INT in verschiedenen Tumorarten. Parallel macht das Norovirus-Impfstoff-Programm Fortschritte – die Phase-III-Studie ist vollständig eingeschrieben und könnte ebenfalls 2026 Daten liefern.
Für 2026 peilt Moderna ein Umsatzwachstum von bis zu zehn Prozent an. Die geografische Verteilung soll sich dabei ausbalancieren – je zur Hälfte USA und internationale Märkte, nachdem 2025 noch 62 Prozent der Erlöse aus den USA kamen. Wie schon 2025 wird auch 2026 das Geschäft stark in der zweiten Jahreshälfte konzentriert sein, mit rund 85 Prozent der Umsätze.
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