Microsoft Aktie: Technologie veraltet?
Microsoft liefert starke Quartalszahlen – und trotzdem reagieren Anleger empfindlich. Der Grund liegt weniger im Umsatz als in zwei Themen, die für die kommenden Quartale entscheidend werden: das Tempo im Cloud-Geschäft und die stark steigenden Ausgaben für KI-Infrastruktur. Genau diese Mischung hat nach dem Bericht für Gegenwind gesorgt.
Solide Zahlen – skeptischer Markt
Microsoft legte am Mittwoch seine Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 (bis 31. Dezember 2025) vor. Umsatz und Gewinn lagen über den Erwartungen. Der Konzern steigerte den Umsatz auf rund 81,3 Mrd. US-Dollar – ein Plus von etwa 17% gegenüber dem Vorjahr.
Trotzdem fiel die Aktie im Anschluss deutlich. Auf Wochensicht steht sie klar im Minus (7 Tage: -7,24%). Das zeigt: Der Markt schaut aktuell weniger auf das „Heute“, sondern darauf, was die aktuelle Strategie mit Blick auf Wachstum und Profitabilität bedeutet.
Cloud-Wachstum und KI-Kosten im Fokus
Ein zentraler Blickpunkt war Azure. Azure und andere Cloud-Services wuchsen im Quartal um 39% – leicht weniger als die 40% im Vorquartal. Das ist kein Einbruch, aber eben auch kein weiterer Schub nach oben. Und genau hier sind Anleger derzeit besonders sensibel.
Noch stärker diskutiert wurde die Ausgabenseite: Die Investitionen (Capex) sprangen im Jahresvergleich um 66% auf 37,5 Mrd. US-Dollar – getrieben durch den Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Warum ist das so wichtig? Weil diese Rekordinvestitionen kurzfristig auf die Margen drücken können; Berichte verwiesen in diesem Zusammenhang auch auf eine gesunkene Bruttomarge.
Wichtige Punkte aus dem Bericht im Überblick:
- Umsatz: ca. 81,3 Mrd. US-Dollar (+17% YoY)
- Azure & andere Cloud-Services: +39% (nach +40% im Vorquartal)
- Capex: 37,5 Mrd. US-Dollar (+66% YoY)
- Microsoft Cloud-Umsatz: 51,5 Mrd. US-Dollar (+26% YoY)
OpenAI-Verknüpfung rückt stärker ins Licht
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekam ein Detail nach der Veröffentlichung: Ein signifikanter Teil der „Commercial Remaining Performance Obligation“ (RPO) hängt mit der Partnerschaft rund um OpenAI zusammen. RPO steht für vertraglich gebundene, künftig zu realisierende Umsätze – und der Hinweis zeigt, wie stark bestimmte Wachstumspfade inzwischen mit dieser Kooperation verknüpft sind.
Unterm Strich bleibt das Cloud-Geschäft zwar stark nachgefragt – der Cloud-Umsatz kletterte um 26% auf 51,5 Mrd. US-Dollar. Der Kursrücksetzer macht aber deutlich: Entscheidend wird in den nächsten Quartalen, ob Microsoft das hohe KI-Investitionstempo durch dauerhaft starke Cloud-Dynamik rechtfertigen kann, ohne die Profitabilität zu stark zu belasten.
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