SAP Aktie: Missklänge hörbar?
SAP lieferte solide Jahreszahlen für 2025 ab – und stürzte trotzdem an einem einzigen Tag um bis zu 17 Prozent ab. Der Grund: Die Cloud-Prognose für 2026 enttäuschte die Erwartungen. Was auf dem Papier wie ein weiteres Wachstumsjahr aussieht, reichte den Märkten nicht. Über 40 Milliarden Euro Marktkapitalisierung wurden vernichtet.
Die wichtigsten Fakten:
- Cloud-Umsatz 2025: 21,02 Mrd. Euro (+26% währungsbereinigt)
- Cloud-Backlog auf Rekordhoch: 77,29 Mrd. Euro (+30%)
- Cloud-Prognose 2026: +23-25% (unter Markterwartungen)
- Aktienrückkaufprogramm: bis zu 10 Mrd. Euro bis Ende 2027
- Kurseinbruch: stärkster Tagesverlust seit Oktober 2020
Starke Zahlen, schwacher Ausblick
Der Walldorfer Softwarekonzern steigerte 2025 den Cloud-Umsatz währungsbereinigt um 26 Prozent auf 21,02 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz kletterte um 11 Prozent auf 36,80 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis nach IFRS verdoppelte sich nahezu, der bereinigte operative Gewinn legte um 31 Prozent auf 10,66 Milliarden Euro zu.
Besonders bemerkenswert: Der Cloud-Auftragsbestand erreichte mit 77,29 Milliarden Euro einen Rekordwert. SAP Business AI entwickelte sich zum Wachstumstreiber und war in zwei Dritteln der Cloud-Aufträge im vierten Quartal enthalten.
Doch genau hier liegt das Problem. Für 2026 erwartet SAP ein Cloud-Umsatzwachstum von lediglich 23 bis 25 Prozent. Das aktuelle Cloud-Backlog-Wachstum soll sich verlangsamen.
Längere Verkaufszyklen belasten Dynamik
Das Management begründete die Verlangsamung mit größeren Transformationsprojekten, die längere Anlaufzeiten benötigen. Zudem führen geopolitische Spannungen zu verstärkter Nachfrage nach souveränen Cloud-Lösungen – deren Verträge deutlich längere Verkaufszyklen aufweisen.
Ein nachvollziehbarer Grund, doch die Märkte zeigten sich unerbittlich. Der DAX-Konzern verlor am 29. Januar bis zu 17 Prozent an Wert. Der Kursrückgang zog den gesamten DAX ins Minus und belastete auch andere europäische und US-amerikanische Softwarewerte.
Rückkaufprogramm als Vertrauenssignal
SAP kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro an. Das Programm startet im Februar 2026 und soll bis Ende 2027 laufen. Ein klares Signal des Managements an die Aktionäre – doch auch dieses Vertrauenssignal konnte den Ausverkauf nicht stoppen.
Analysten verweisen auf das angespannte Sektorumfeld. Das allgemeine Misstrauen gegenüber Software-Aktien führe dazu, dass selbst geringe Abweichungen von den Erwartungen heftige Reaktionen auslösen.
Am 23. April 2026 folgen die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Dann wird sich zeigen, ob die Verlangsamung tatsächlich nur temporär ist oder ob SAP mit strukturellen Herausforderungen zu kämpfen hat.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 30. Januar liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








