Microsoft Aktie: Rekordausgaben belasten
Microsoft hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 starke Zahlen vorgelegt – und gleichzeitig gezeigt, wie teuer der Kampf um die KI-Führerschaft wirklich ist. Die Kapitalausgaben explodierten auf 37,5 Milliarden Dollar, ein Plus von 66 Prozent im Jahresvergleich. CFO Amy Hood kündigte an, dass die Ausgaben 2026 weiter steigen werden. Die Frage für Anleger: Wann zahlt sich diese historische Investitionswelle aus?
Operative Stärke trifft auf Kostendruck
Die Geschäftszahlen für das Quartal bis Ende Dezember 2025 übertrafen die Erwartungen deutlich. Der Konzernumsatz kletterte um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar, Analysten hatten mit rund 80,3 Milliarden gerechnet. Der Gewinn je Aktie erreichte 4,14 Dollar (Non-GAAP), ein Anstieg von 24 Prozent. Der GAAP-Nettogewinn schoss sogar um 60 Prozent auf 38,5 Milliarden Dollar nach oben.
Das Cloud-Geschäft knackte erstmals die 50-Milliarden-Marke in einem einzigen Quartal und landete bei 51,5 Milliarden Dollar. Azure wuchs um 39 Prozent in konstanter Währung – ein solides Tempo, das allerdings eine leichte Verlangsamung gegenüber Vorquartalen zeigt. Grund sind Kapazitätsengpässe: Microsoft kann die Infrastruktur nicht schnell genug ausbauen, um die Nachfrage zu bedienen.
KI-Produkte skalieren schnell
Die Zahlen zur KI-Nutzung zeigen, dass die Investitionen erste Früchte tragen. GitHub Copilot kommt auf 4,7 Millionen zahlende Abonnenten, ein Zuwachs von 75 Prozent. Microsoft 365 Copilot erreichte 15 Millionen bezahlte Lizenzen.
Bemerkenswert ist die Entwicklung der Remaining Performance Obligations – ein Maß für künftige Umsätze aus bereits abgeschlossenen Verträgen. Diese sprangen auf 625 Milliarden Dollar, ein Plus von 110 Prozent. 45 Prozent davon entfallen auf Vereinbarungen im Zusammenhang mit OpenAI.
Schwäche bei Gaming und Hardware
Während Cloud und Unternehmensanwendungen glänzen, schwächelt das Segment More Personal Computing. Die Gaming-Erlöse gingen um 9 Prozent zurück, bei Xbox-Hardware brachen die Umsätze sogar um 32 Prozent ein. Diese Bereiche spielen für die Bewertung eine untergeordnete Rolle, belasten aber die Gesamtstimmung.
Ausblick bleibt solide
Für das dritte Quartal stellt Microsoft Erlöse zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden Dollar in Aussicht. Das Azure-Wachstum soll sich bei 37 bis 38 Prozent in konstanter Währung stabilisieren. Die Marktreaktion fällt dennoch verhalten aus: Investoren fordern klarere Belege dafür, dass die 37,5 Milliarden Dollar pro Quartal zeitnah in proportionale Gewinnsteigerungen münden. Bis diese Lücke zwischen Infrastrukturausgaben und KI-getriebener Profitabilität schrumpft, dürfte die Aktie volatil bleiben.
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