Eli Lilly Aktie: Verwaltung berichtet
Eli Lilly muss bei einem der spannendsten Projekte im Adipositas-Markt kurz Geduld beweisen: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat ihre Entscheidung zur Abnehmpille Orforglipron nach hinten geschoben. Gleichzeitig zeigt der Konzern, dass er bei Forschung und Produktion weiter auf Expansion setzt – mit einem neuen Milliarden-Deal und zusätzlichen Fertigungsplänen in den USA.
FDA verschiebt Orforglipron-Entscheidung
Die FDA hat den geplanten Termin für ihre Entscheidung zu Orforglipron auf den 10. April 2026 verlegt. Ursprünglich war der 28. März angepeilt – die Verschiebung beträgt damit knapp zwei Wochen.
Wichtig für die Einordnung: Laut Reuters hängt der Aufschub mit breiteren Anpassungen im Rahmen des National Priority Voucher Program zusammen. Konkrete Bedenken gegen Orforglipron selbst werden in dem Bericht nicht genannt. Für Eli Lilly ist es trotzdem ein kleiner Rückschritt beim Timing, weil Konkurrent Novo Nordisk seine GLP‑1-Abnehmpille bereits Ende 2025 in den USA zugelassen bekam und auf frühe, starke Nachfrage trifft.
Die Verzögerung ändert aber nicht automatisch die Marktchance. Beobachter verweisen darauf, dass Lilly auch bei injizierbaren GLP‑1-Medikamenten nicht als Erster am Markt war – und sich später dennoch mit Zepbound und Mounjaro eine dominante Position erarbeitet hat.
Warum Orforglipron so wichtig ist
Orforglipron gilt als potenzieller Wachstumstreiber, weil es als Tablette Patienten ansprechen könnte, die Injektionen vermeiden wollen. In klinischen Studien lag der durchschnittliche Gewichtsverlust laut Quelle bei rund 12% über 72 Wochen.
Ob und wie schnell sich dieses Potenzial kommerziell übersetzt, hängt aber am regulatorischen Zeitplan – daher ist der neue FDA-Termin für den Markt so relevant.
Milliarden-Partnerschaft und neue US-Kapazitäten
Parallel zum Orforglipron-Thema treibt Eli Lilly seine Pipeline und Infrastruktur voran. Am 29. Januar 2026 meldete das Unternehmen eine Kooperation mit Repertoire Immune Medicines im Umfang von bis zu 1,93 Mrd. US-Dollar. Vereinbart sind 85 Mio. US-Dollar upfront, dazu mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu 1,84 Mrd. US-Dollar sowie gestaffelte Lizenzgebühren.
Ziel ist die Entwicklung von Therapien gegen mehrere Autoimmunerkrankungen. Repertoire übernimmt die frühe Wirkstoffsuche, während Lilly klinische Entwicklung, Produktion und Vermarktung verantwortet.
Auch auf der Produktionsseite wird ausgebaut: Nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump plane Lilly sechs Produktionsstätten in den USA. Ein Unternehmenssprecher ergänzte, Lilly habe seit 2020 insgesamt neun neue US-Standorte angekündigt. Für den Standort Huntsville (Alabama) ist dabei vorgesehen, Wirkstoffe für Small Molecules und Peptid-Medikamente herzustellen – ausdrücklich auch für Orforglipron.
Wichtige Fakten im Überblick:
- FDA-Entscheidung Orforglipron: 10. April 2026
- Repertoire-Deal: bis zu 1,93 Mrd. US-Dollar (85 Mio. upfront)
- Quartalszahlen (Q4 2025): 4. Februar 2026
Der Kurs steht derweil spürbar unter Druck: Auf 30 Tage liegt die Aktie rund 15% im Minus.
Am 4. Februar rückt der nächste konkrete Termin in den Fokus: Dann legt Eli Lilly die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – ein Update, das dem Markt sowohl zur Ergebnislage als auch zur Umsetzung der Expansionspläne neue Orientierung geben dürfte.
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