DAX: Zähe Gratwanderung
Der deutsche Leitindex tritt auf der Stelle. Am Dienstag rutschte der DAX vorbörslich um 0,3 Prozent auf 24.721 Punkte ab und setzte damit die Schwächephase vom Wochenstart fort. Zum Handelsauftakt notierte er knapp über 24.796 Zählern – ein mageres Minus von 0,02 Prozent. Die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten bleibt vorerst außer Reichweite.
Zur Eröffnung fehlen die gewohnten Impulse: Die Wall Street blieb am Montag feiertagsbedingt geschlossen, während in China die Börsen wegen des Neujahrsfests weiter pausieren. In Japan sorgten schwächer als erwartete Wirtschaftsdaten für Gewinnmitnahmen beim Nikkei, der in der Vorwoche noch ein Rekordhoch markiert hatte. Erst am Nachmittag dürfte der DAX mit der Eröffnung der US-Börsen neue Richtung finden.
50-Tage-Linie im Visier
Technisch wird es nun eng: Der DAX steuert erneut auf die 50-Tage-Linie zu, die aktuell bei 24.624 Punkten verläuft. Dieses mittelfristige Trendbarometer konnte der Index zuletzt nur mit Mühe verteidigen. Sollte diese Unterstützung fallen, warnt Stephan Feuerstein von Hebelzertifikate-Trader vor weiterem Korrekturpotenzial: "Unterschreitet der Kurs die markante Unterstützung um 24.300 Punkte, eröffnet sich Abwärtsspielraum bis zur runden Zahl von 23.000 Punkten."
Das jüngste Allzeithoch liegt mittlerweile drei Wochen zurück. Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507 Punkten einen neuen Rekord aufgestellt und erstmals die 25.500er-Marke überwunden. Seitdem fehlt die Anschlussdynamik. Die Handelsspanne dürfte sich heute zwischen 24.650 und 24.900 Punkten bewegen.
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KI-Sorgen belasten Sektoren
Ein Belastungsfaktor bleibt die Verunsicherung rund um Künstliche Intelligenz. Was vor Monaten noch für Kurssprünge sorgte, kehrt sich nun ins Gegenteil: Ganze Branchen, deren Geschäftsmodelle durch KI unter Druck geraten könnten, werden abverkauft. Nach Software-Aktien trifft es nun auch Finanzdienstleister. Der pauschale Sektor-Ausverkauf dürfte sich fortsetzen, könnte aber bald einzelne Kaufgelegenheiten bieten.
Thomas Altmann von QC Partners beobachtet die Nervosität: "Die Angst vor hohen KI-Investitionen und hohen KI-Bewertungen hält viele aktuell vom Aktienkauf ab." Interessant dabei: Europa zeigt sich robuster als die USA. Seit Jahresbeginn hat sich der Euro Stoxx 50 mehr als fünf Prozent besser entwickelt als der Nasdaq 100.
Konjunkturseitig bleiben die Impulse dünn. Heute stehen der ZEW-Index aus Deutschland und der Empire-State-Index aus den USA auf der Agenda. Anleger fokussieren sich daher verstärkt auf Unternehmensnachrichten – unter anderem werden nach US-Handelsschluss die Zahlen von Palo Alto Networks erwartet. Aus saisonaler Sicht bleibt die Tendenz bis Mitte März uneinheitlich.
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