Die Bayer-Aktie eilt derzeit von Hoch zu Hoch, doch die Skepsis bei institutionellen Profis bleibt bestehen. Während der Kurs seit Jahresbeginn über 22 Prozent zulegte, bestätigt die UBS ein Kursziel, das weit unter der aktuellen Notierung liegt. Anleger müssen nun abwägen: Folgt der Markt der fundamentalen Vorsicht der Analysten oder der Hoffnung auf ein juristisches Ende des Glyphosat-Themas?

  • Analysten-Votum: UBS bestätigt „Neutral“ mit Kursziel 32 Euro
  • Performance: +117,41 % auf Sicht von 12 Monaten
  • Juristischer Meilenstein: Anhörung vor dem US-Supreme Court für April 2026 angesetzt
  • Aktueller Kurs: 46,59 Euro (Stand: 17.02.2026)

Diskrepanz zwischen Kurs und Bewertung

Zum Wochenstart hat die Schweizer Großbank UBS ihre Einstufung für den DAX-Konzern überprüft. Analyst Geoff Haire belässt das Votum auf „Neutral“ und bestätigt das Kursziel von 32 Euro. Diese Einschätzung steht in einem markanten Kontrast zur aktuellen Börsenrealität: Mit einem Kurs von 46,59 Euro notiert die Aktie fast 46 Prozent über dem von der UBS ausgegebenen Zielwert.

Diese Bewertungslücke signalisiert, dass die fundamentale Entwicklung aus Sicht der Experten nicht mit der rasanten Kursrallye Schritt hält. Der Titel handelt aktuell nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch von 46,73 Euro. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt inzwischen über 47 Prozent, was charttechnisch auf eine mögliche Überhitzung hindeutet.

Operative Lichtblicke und juristische Hoffnung

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Während die Analysten bremsen, liefern operative Einheiten moderate positive Signale. Die indische Tochtergesellschaft Bayer CropScience Limited meldete für das abgelaufene Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg vor Steuern. Unterstützt wurde das Ergebnis durch eine solide Nachfrage im dortigen Maissaatgut-Geschäft. Diese Zahlen stützen zwar die Stimmung, sind für den Gesamtkonzern jedoch von untergeordneter Bedeutung.

Der eigentliche Treibstoff für die jüngste Kursfantasie liegt in den USA. Der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) hat eine Anhörung zu den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten für April 2026 angesetzt. Marktteilnehmer spekulieren darauf, dass dieser Termin eine grundsätzliche Klärung der Haftungsfragen bringen könnte. Diese Hoffnung hat die Aktie zuletzt massiv angetrieben und die Bedenken der Analysten in den Hintergrund gedrängt.

Die kommenden Wochen bis zum April dürften von hoher Volatilität geprägt sein. Sollte der Supreme Court im Sinne des Unternehmens entscheiden, könnte dies die hohe Bewertung rechtfertigen. Ein negativer Ausgang hingegen würde das Abwärtspotenzial, vor dem die UBS warnt, schlagartig realisieren.

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