Der US-Pharmakonzern Eli Lilly will Indien zum globalen Produktionszentrum ausbauen. Auf der BioAsia-Konferenz in Hyderabad kündigte das Unternehmen am 17. Februar an, eine bereits zugesagte Investition von einer Milliarde Dollar in die Auftragsfertigung zu nutzen, um von dort aus die weltweiten Märkte zu beliefern.

Die wichtigsten Eckpunkte:

  • Investitionsvolumen: 1 Milliarde Dollar in Contract Manufacturing
  • Ziel: Indien als zentraler Hub der globalen Lieferkette
  • Export pharmazeutischer Produkte in die ganze Welt
  • Blockbuster-Medikament Mounjaro bereits erfolgreich im Land etabliert

Auftragsfertigung statt eigener Werke

Eli Lilly betreibt in Indien derzeit keine eigenen Produktionsstätten. Stattdessen setzt der Konzern auf die etablierte Contract-Manufacturing-Industrie des Landes. „Wir betrachten Indien als Teil unserer globalen Lieferkette und wollen von hier aus die Welt beliefern", erklärte Winselow Tucker, Präsident von Lilly India, gegenüber Reuters.

Die Investition soll schrittweise evaluiert und bei Bedarf ausgeweitet werden. Indien bietet dem Pharmakonzern Zugang zu qualifizierten Zulieferern und attraktiven Produktionskosten.

Mounjaro verdoppelt Umsatz

Der Schritt kommt zu einem günstigen Zeitpunkt: Das Abnehm-Medikament Mounjaro hat sich binnen weniger Monate nach Markteinführung zum umsatzstärksten Produkt von Eli Lilly in Indien entwickelt. Der Absatz verdoppelte sich in kurzer Zeit.

Hintergrund ist die rasant wachsende Nachfrage nach Adipositas-Therapien. Bis 2050 dürfte Indien nach Prognosen die zweitgrößte übergewichtige Bevölkerung weltweit aufweisen.

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Neben Mounjaro plant Eli Lilly die Einführung weiterer Präparate auf dem indischen Markt. Dazu zählen das Alzheimer-Medikament Donanemab sowie Orforglipron, ein experimentelles orales Abnehm-Mittel, das noch auf die Zulassung wartet.

Wettbewerb mit Novo Nordisk verschärft sich

In Indien konkurriert Eli Lilly vor allem mit dem dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk, der mit Wegovy ein vergleichbares Abnehm-Medikament vertreibt. Nächsten Monat läuft Novo Nordisks Patent auf den Wirkstoff Semaglutid in Indien aus. Lokale Hersteller dürften dann günstige Generika auf den Markt bringen.

Tucker sieht darin keine Bedrohung für Mounjaro. Die überlegene Wirksamkeit des Präparats biete ausreichend Differenzierung. Eli Lilly setzt zudem auf digitale Marketing-Kampagnen in sozialen Medien, um das Bewusstsein für Adipositas zu schärfen und die Reichweite über Großstädte hinaus zu erweitern.

Das Vertriebsnetz wurde durch Partnerschaften mit dem indischen Arzneimittelhersteller Cipla sowie den digitalen Gesundheitsplattformen Tata 1MG, Practo und Apollo ausgebaut.

Teil der globalen Expansionsstrategie

Die Indien-Initiative reiht sich in Eli Lillys umfassende Ausweitung der Produktionskapazitäten ein. Der Konzern investiert parallel massiv in US-amerikanische Standorte. Indien soll als strategischer Knotenpunkt das internationale Fertigungsnetzwerk ergänzen und die Versorgungssicherheit erhöhen.

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