Covestro Aktie: Übernahme-Nachspiel
Nach der erfolgreichen Übernahme durch ADNOC ist bei Covestro weniger das operative Tagesgeschäft der Taktgeber – sondern das Kleingedruckte der nächsten Schritte. Für verbliebene Minderheitsaktionäre rückt damit eine zentrale Frage in den Vordergrund: Kommt es zu Delisting oder Squeeze-out, und zu welchen Konditionen? Genau diese Ungewissheit prägt aktuell die Erwartungshaltung rund um den Titel.
Was jetzt den Ton angibt
In klassischen Chemiewerten treiben oft Konjunktur, Energiepreise oder Rohstoffkosten die Kurse. Bei Covestro läuft es derzeit anders: Die Aktie hängt vor allem an gesellschaftsrechtlichen Szenarien nach dem Eigentümerwechsel.
Im Fokus stehen dabei mögliche Folgeschritte, die in solchen Übernahmesituationen typischerweise diskutiert werden:
- Mögliche Maßnahmen: Delisting oder Squeeze-out als nächste Etappe nach der Übernahme
- Kurstreiber: Eine konkrete Aussage zur Höhe einer möglichen Barabfindung wäre der entscheidende Impuls
- Marktlage: Der geringere Streubesitz kann die Kursbildung zusätzlich beeinflussen
Kursseitig passt das Bild zur „Wartephase“: Mit 60,68 Euro liegt der Kurs am Donnerstag nahe am 50-Tage-Durchschnitt (60,80 Euro). Auffällig ist zudem der RSI (14 Tage) bei 30,3, was die angespannte, eher schwache kurzfristige Verfassung unterstreicht – ohne allein eine Richtung vorzugeben.
Termine: Darauf richten sich die Blicke
Neben möglichen Pflichtmitteilungen zur Aktionärsstruktur ist ein konkreter Fixpunkt bereits im Kalender markiert: Ende Februar 2026 wird der Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr erwartet.
Wichtig ist dabei weniger die reine Zahlenkolonne, sondern die Einordnung: Die Kommunikation im Geschäftsbericht kann Hinweise liefern, wie die operative Zusammenarbeit mit dem neuen Mutterkonzern anläuft und welche strategischen Anpassungen für das laufende Jahr geplant sind.
Warum der Kurs derzeit „anders“ tickt
Die Übernahme gilt als eine der größeren Transaktionen im europäischen Chemiesektor der vergangenen Jahre. Nach hoher Annahmequote Ende 2024 und den regulatorischen Freigaben im Verlauf von 2025 ist der Weg für die Integration frei.
Genau deshalb bleibt die Aktie eine Sondersituation: Die Bewertung orientiert sich aktuell weniger an branchenüblichen Kennziffern, sondern an den Konditionen und dem Zeitplan des Eigentümerwechsels. Konkret heißt das: Eine mögliche Abfindung und formale Schritte wie Delisting/Squeeze-out sind die Faktoren, die kurzfristig den Ton angeben – und nicht die üblichen Chemie-Zyklen.
Ende Februar mit dem Geschäftsbericht steht der nächste feste Orientierungspunkt an; bis dahin dürfte jede neue Pflichtmitteilung zur Aktionärsstruktur oder zu kapitalmarktrechtlichen Maßnahmen die entscheidenden Hinweise liefern, wohin die Reise für Minderheitsaktionäre geht.
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