Microsoft Aktie: Der Absturz geht weiter
Die Microsoft-Aktie befindet sich im freien Fall. Nach den enttäuschenden Quartalszahlen vom Mittwochabend sackte der Titel um weitere Prozentpunkte ab und markierte damit den stärksten Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020. Die Bären haben das Kommando übernommen.
Verantwortlich für den Kursrutsch waren vor allem die schwächeren Cloud-Wachstumszahlen als erwartet. Hinzu kommt die hohe Kostenprognose des Managements, die die Anleger verschreckte. Während die Umsätze steigen sollen, wird die Kostensteigerung prozentual noch darüber liegen – ein Warnsignal für die Margen.
Technisch angeschlagen
Der Chart zeigt ein düsteres Bild. Die Aktie hat nicht nur die psychologisch wichtige Marke von 500 US-Dollar nach unten durchbrochen, sondern auch sämtliche gleitenden Durchschnittslinien unterschritten. Das Death Cross nach dem Jahreswechsel – als die 50-Tage-Linie die 200-Tage-Linie von oben nach unten durchkreuzte – lieferte ein klares Verkaufssignal.
Aktuell bewegt sich Microsoft in einem Abwärtstrendkanal mit einer Breite von etwa 50 US-Dollar. Der Erholungsversuch vor den Quartalszahlen scheiterte exakt an der 200-Tage-Linie und der oberen Trendkanalbegrenzung. Die Aktie notiert nun an der unteren Kanalbegrenzung bei rund 423 US-Dollar.
Weiterer Rutsch droht
Die technischen Indikatoren signalisieren keine Entwarnung. Sowohl der RSI als auch der MACD befinden sich im Abwärtstrend. Besonders alarmierend: Der MACD ist erneut unter seine Signallinie gefallen, was auf eine Verschärfung der Abwärtsbewegung hindeutet.
Analysten sehen bei 400 US-Dollar eine starke Unterstützungszone. Hier könnte sich der Ausverkauf zumindest vorübergehend stabilisieren, da der RSI dann im überverkauften Bereich ankommen dürfte. Ein Bruch dieser Marke würde jedoch weiteres Abwärtspotenzial freisetzen.
Analysten bleiben gelassen
Trotz der technischen Schwäche halten die meisten Analysten an ihrer positiven Einschätzung fest. Piper Sandler bestätigte am Dienstag das "Overweight"-Rating mit einem Kursziel von 600 US-Dollar. Die Investmentbank bezeichnet Microsoft als "vielleicht das beste pure Play auf die KI-Adoption" und empfiehlt, die Kursschwäche zum Einstieg zu nutzen.
Von 56 Analystenempfehlungen lauten 55 auf "Kaufen" oder "Aufstocken", nur eine auf "Neutral". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 602,51 US-Dollar – ein Aufwärtspotenzial von über 42 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
Bewertung unter historischem Durchschnitt
Fundamental betrachtet ist die Aktie mit einem erwarteten KGV für 2026 von 25,3 nicht mehr teuer. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt deutlich höher bei 31,8. Bei den meisten Bewertungskennziffern notiert Microsoft derzeit 20 bis 30 Prozent unter dem historischen Durchschnitt – ein Zeichen struktureller Unterbewertung nach der monatelangen Konsolidierung.
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