Microsoft glänzte im zweiten Geschäftsquartal 2026 mit Umsatz- und Gewinnzahlen, die die Erwartungen der Wall Street klar übertrafen. Dennoch reagierten Investoren mit Verkäufen auf den Bericht, was die Aktie in den letzten Tagen spürbar unter Druck setzte. Im Zentrum der Skepsis stehen explodierende Ausgaben für die KI-Infrastruktur und die Sorge, ob sich diese massiven Investitionen schnell genug rentieren.

Investitionskosten springen nach oben

Der Hauptgrund für die verhaltene Reaktion liegt in den massiv gestiegenen Kapitalausgaben (Capex). Diese kletterten im Jahresvergleich um 66 Prozent auf 37,5 Milliarden Dollar und lagen damit deutlich über den Prognosen der Analysten, die lediglich mit rund 34 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Marktbeobachter stellen sich nun die Frage, wie effizient das Unternehmen seine teure KI-Infrastruktur in künftige Gewinne ummünzen kann.

Zusätzlich drückte eine leichte Verlangsamung im wichtigen Cloud-Segment auf die Stimmung. Zwar wuchs der Umsatz mit Azure und anderen Cloud-Diensten um beeindruckende 39 Prozent, doch im Vorquartal lag das Plus noch bei 40 Prozent. Für das laufende dritte Quartal stellte das Management ein Wachstum von 37 bis 38 Prozent in Aussicht, was eine weitere leichte Abschwächung bedeuten würde.

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Operative Stärke und KI-Adoption

Abseits der Kostenseite lief das Geschäft operativ rund. Der Konzernumsatz stieg um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie mit 4,14 Dollar die Schätzungen von 3,97 Dollar schlug. Ein wichtiger Meilenstein gelang der Cloud-Sparte insgesamt, die erstmals die Umsatzmarke von 50 Milliarden Dollar in einem Quartal durchbrach.

Auch bei der konkreten Nutzung von Künstlicher Intelligenz lieferte Microsoft erstmals harte Fakten:
* Copilot: 15 Millionen zahlende Kunden nutzen inzwischen die KI-Erweiterung für Microsoft 365.
* Entwickler: Bei GitHub Copilot stieg die Zahl der Abonnenten um 75 Prozent.
* Auftragsbestand: Die vertraglichen Verpflichtungen sprangen auf 625 Milliarden Dollar, wobei fast die Hälfte davon auf Vereinbarungen mit OpenAI entfällt.

Schwäche im Gaming

Weniger dynamisch präsentierte sich das Gaming-Segment. Hier sanken die Erlöse um 9,5 Prozent, wobei auch das Geschäft mit Xbox-Inhalten und -Diensten rückläufig war. Zudem musste das Unternehmen in dieser Sparte eine Wertberichtigung vornehmen.

Nach der jüngsten Korrektur notiert die Aktie bei 425,73 USD und hat damit auf 7-Tages-Sicht knapp 11 Prozent an Wert eingebüßt. Anleger gewichten derzeit die Risiken der hohen Investitionskosten und die sinkenden Margenerwartungen schwerer als das weiterhin solide Umsatzwachstum.

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