Microsoft Aktie: Positiver Zwischenstand!
Der erbitterte Cloud-Konflikt zwischen den Technologie-Giganten nimmt eine unerwartete Wendung. Alphabet-Tochter Google hat überraschend eine schwerwiegende Kartellbeschwerde gegen Microsoft zurückgezogen und damit eine massive rechtliche Last von der Aktie genommen. Startet der Tech-Riese nach dieser Nachricht nun wieder durch oder lauern in Brüssel bereits neue Gefahren?
Überraschende Wende im Cloud-Krieg
Die wichtigste Nachricht für Anleger ist eine strategische Deeskalation: Google hat am Freitag seine Kartellbeschwerde gegen Microsoft offiziell zurückgezogen. Der Streit drehte sich um Lizenzierungspraktiken im Cloud-Geschäft, die es Konkurrenten angeblich erschwerten, Windows-Server-Software auf fremden Plattformen zu betreiben.
Diese Kehrtwende entfernt einen signifikanten Unsicherheitsfaktor, der wie ein Damoklesschwert über dem Kurs hing. Marktbeobachter werten diesen Schritt als klares Signal der Entspannung, was sich prompt in der besten Wochenperformance der Aktie seit Mai widerspiegelte. Zusätzlich sorgte die französische Wettbewerbsbehörde für Rückenwind, indem sie eine weitere Beschwerde gegen Microsofts Suchmaschine Bing mangels Beweisen abwies.
Brüssel bleibt wachsam
Trotz des Rückziehers von Google ist der regulatorische Himmel über Europa noch nicht wolkenlos. Die Europäische Kommission prüft weiterhin intensiv, ob Microsoft Azure und Amazon Web Services (AWS) als sogenannte "Gatekeeper" unter den Digital Markets Act (DMA) fallen.
Sollte Microsoft, das derzeit etwa 20 % des EU-Cloud-Marktes hält, diesen Status erhalten, könnten strengere Regulierungen und zwangsweise Marktöffnungen folgen. Da das Unternehmen seine Rechenzentrumskapazitäten in Europa in den letzten zwei Jahren um 40 % ausgebaut hat, steht viel auf dem Spiel. Die Untersuchung soll binnen eines Jahres abgeschlossen sein.
Fundamentale Stärke überzeugt
Abseits des juristischen Parketts untermauern die Zahlen die bullische Stimmung. Das massive Wachstum der Cloud-Sparte Azure um 40 % im letzten Quartal zeigt, dass die Strategie greift. Anleger honorieren, dass Microsoft trotz enormer Investitionen in KI-Infrastruktur – die Ausgaben stiegen um 74 % auf 35 Milliarden Dollar – die Gewinnerwartungen übertreffen konnte.
Die Kombination aus nachlassendem juristischen Druck und operativer Exzellenz spiegelt sich auch im Chart wider. Die Aktie konnte sich stabilisieren und notiert zum Wochenschluss bei 424,15 Euro, womit sie sich wieder deutlich über den wichtigen gleitenden Durchschnitten (200-Tage-Linie bei 411,25 Euro) etabliert hat. Die fundamentale Bewertung bleibt angesichts der Wachstumsaussichten im KI-Sektor der zentrale Treiber für die kommenden Monate.
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