Microsoft Aktie: KI-Kosten im Fokus
Microsoft steckt Milliarden in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur – und genau das wird an der Börse gerade intensiv abgewogen. Denn während neue Partnerschaften die Azure-Story stützen, sorgt die wachsende Investitionsrechnung für Unruhe. Kann frischer Rückenwind aus neuen Cloud-Deals die Stimmung nach dem Rücksetzer wieder stabilisieren?
Neuer Azure-Deal mit Perplexity
Vergangene Woche, am Donnerstag, wurde eine mehrjährige Cloud-Vereinbarung mit dem KI-Startup Perplexity bekannt. Perplexity will dafür Microsofts Azure-Infrastruktur nutzen, um verschiedene KI-Modelle zu betreiben.
Strategisch ist das gleich doppelt interessant: Microsoft zeigt damit, dass Azure nicht nur eng mit OpenAI verknüpft ist, sondern auch als Plattform für andere KI-Anbieter funktioniert. Für das Cloud-Geschäft bedeutet das mehr Vielfalt bei den Workloads – und potenziell zusätzliche Nachfrage nach Rechenleistung.
Quartalszahlen stark – aber teuer erkauft
Der neue Deal fällt in eine Phase, in der Anleger vor allem auf die Kosten schauen. Nach den Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres (veröffentlicht am 28. Januar) kam die Aktie unter Druck. Operativ lieferte Microsoft zwar ab: Der Umsatz stieg um 17% auf 81,3 Mrd. US-Dollar, Azure und andere Cloud-Services wuchsen um 39%.
Trotzdem überwog an der Börse die Sorge, dass der KI-Ausbau die Ausgaben weiter nach oben treibt. Das Wachstum bei Azure erfüllte zwar die Erwartungen, lag aber offenbar nicht über den besonders hohen Hoffnungen einiger Investoren. Kurz gesagt: Gute Zahlen trafen auf noch höhere Ansprüche – und auf die Frage, wann sich die gigantischen Investitionen in KI-Rechenzentren in Form von Rendite auszahlen.
Wichtige Punkte aus dem Update:
- Umsatz Q2 (FY26): +17% auf 81,3 Mrd. USD
- Azure & Cloud-Services (Q2): +39%
- Partnerschaft: Mehrjähriger Azure-Vertrag mit Perplexity (29. Januar)
Analysten bleiben gelassen
Trotz des Rücksetzers blieb der Ton bei einigen Analysten konstruktiv. RBC Capital bekräftigte am 29. Januar das Rating „Outperform“. Die Bank argumentierte, dass Microsofts KI-Reichweite und das Cloud-Wachstum am Markt teils unterschätzt würden und wertete die Schwächephase als potenziell attraktive Gelegenheit.
Am Markt dürfte es diese Woche daher vor allem um eines gehen: Ob die Kombination aus neuen Azure-Kunden wie Perplexity und stabilen Analystenstimmen ausreicht, um die Debatte über steigende Investitionen zu überlagern.
Zuletzt stand die Aktie bei 435,31 USD (Freitagsschluss) und liegt damit in den vergangenen 7 Tagen 7,85% im Minus. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob neue Cloud-Nachfrage die Kostensorgen zumindest kurzfristig in den Hintergrund drängen kann.
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