Microsoft wächst weiter kräftig – doch an der Börse dreht sich aktuell vieles um eine andere Zahl: die stark steigenden Investitionen in KI-Infrastruktur. Für Anleger zählt dabei weniger das Wachstum an sich, sondern die Frage, wie sehr die Ausgaben künftig auf Gewinne und Cashflow drücken könnten. Genau an dieser Stelle scheiden sich die Geister.

Wachstum ist da – die Rechnung auch

Im jüngsten Quartalsbericht (bis 31. Dezember 2025) lieferte Microsoft operativ überzeugend ab: Der Umsatz stieg um 17% auf 81,3 Mrd. US-Dollar, das operative Ergebnis legte um 21% auf 38,3 Mrd. US-Dollar zu. Ein wichtiger Treiber war die Cloud. Die Microsoft-Cloud-Erlöse überschritten erstmals die Marke von 50 Mrd. US-Dollar, während Azure und andere Cloud-Services um 39% wuchsen.

Der Markt schaut aber besonders auf die Kostenseite. Die Kapitalausgaben sprangen im Quartal um 66% auf 37,5 Mrd. US-Dollar. Ein wesentlicher Teil davon fließt in KI-Hardware wie Spezialchips, die im Vergleich zu klassischer Servertechnik eine kürzere Lebensdauer haben. Das nährt Sorgen, dass Abschreibungen und laufende Erneuerungsinvestitionen stärker steigen könnten – und damit die finanzielle Flexibilität belasten.

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Warum Microsoft trotzdem so viel investiert

Hinter dem Ausgabenanstieg steckt eine klare Strategie: Microsoft baut die Infrastruktur aus, um die wachsende Nachfrage nach KI-Services bedienen zu können. Untermauert wird das durch einen Auftragsbestand (Backlog) von 625 Mrd. US-Dollar, von dem laut Unternehmen 45% mit der Partnerschaft rund um OpenAI verknüpft sind. Der Gedanke dahinter: Die erwarteten künftigen Umsätze hängen davon ab, dass Kapazitäten rechtzeitig bereitstehen.

Doch wie kritisch ist das für die Ertragskraft? Einige Stimmen werten die steigenden KI-Investitionen als Risiko für die Gewinnentwicklung. Andere halten dagegen und betonen die Robustheit des Geschäfts – mit dem Argument, Microsoft könne trotz der Ausgaben als einziger großer Hyperscaler sogar einen steigenden Free Cashflow schaffen. In dieser Lesart finanziert die operative Stärke den Ausbau, statt ihn zur Belastung werden zu lassen.

Partnerprogramm als zusätzlicher Hebel

Parallel dazu treibt Microsoft die Verbreitung seiner KI-Angebote über Partner voran. Seit dem 13. Februar 2026 gelten erweiterte Vorteile im „AI Cloud Partner Program“. Konkret nennt Microsoft höhere Azure-Guthaben sowie zusätzliche Kapazitätspakete für Microsoft 365 Copilot. Ziel ist es, mehr KI-Innovation im Ökosystem anzuschieben – und damit indirekt auch die Auslastung der aufgebauten Infrastruktur zu stützen.

An der Börse bleibt der Titel unter Druck: Auf 30-Tage-Sicht liegt die Aktie trotz eines kleinen Plus heute deutlich im Minus (−16,97%). Damit ist klar, worauf der Markt aktuell am meisten achtet: ob die KI-Investitionswelle als Wachstumsbasis überzeugt – oder ob sie stärker als erwartet auf die Cashflow-Dynamik durchschlägt.

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