Blue Owl Capital Aktie: Rating-Dämpfer
Blue Owl Capital steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Während die Deutsche Bank die Aktie heute herabstufte, reagiert das Management auf ein schwierigeres Marktumfeld mit dem Stopp von Fondsrücknahmen und massiven Kreditverkäufen. Anleger stehen vor der Frage: Wie stabil fallen die Erträge im Privatkreditsektor künftig aus?
Analysten senken den Daumen
Brian Bedell von der Deutschen Bank senkte das Rating für die Aktie heute von „Buy“ auf „Hold“. Parallel dazu reduzierte er das Kursziel deutlich von 15 auf 10 US-Dollar. Er begründete diesen Schritt mit dem erschwerten Umfeld für Privatkredite, was insbesondere die Kapitalzuflüsse bei Produkten für Privatanleger unter Druck setze. Die Aktie reagierte bereits im vorbörslichen Handel mit Kursverlusten.
Zusätzlich planen Saba Capital Management und Cox Capital Partners Übernahmeangebote für Anteile mehrerer Blue Owl-Fonds (Business Development Companies). Die Gebote für Fonds wie OBDC II, OTIC und OCIC sollen mit einem Abschlag von 20 bis 35 Prozent zum jeweiligen Nettoinventarwert (NAV) erfolgen.
Milliarden-Verkäufe zur Entlastung
Blue Owl hat die vierteljährlichen Rückgabemöglichkeiten für den Fonds OBDC II dauerhaft eingestellt. Um dennoch Kapital an die Investoren zurückzuführen, veräußerte das Unternehmen ein Kreditportfolio im Gesamtwert von 1,4 Milliarden US-Dollar an institutionelle Käufer. Der Verkauf erfolgte zu 99,7 Prozent des Nennwerts.
Allein aus dem OBDC II-Portfolio wurden Kredite im Wert von 600 Millionen US-Dollar veräußert. Der Fonds erwartet nach Abzug der Gebühren einen Erlös von rund 538 Millionen US-Dollar. Diese Mittel dienen der Tilgung besicherter Schulden sowie einer geplanten Ausschüttung von etwa 30 Prozent des NAV an die Aktionäre bis zum 31. März 2026. Der Verschuldungsgrad von OBDC II soll dadurch voraussichtlich von 0,83 auf 0,53 sinken.
Quartalsergebnis und Ausblick
Im vierten Quartal 2025 meldete die Blue Owl Capital Corporation (OBDC) ein bereinigtes Nettoanlageergebnis von 0,36 US-Dollar je Aktie. Der Nettoinventarwert belief sich auf 14,81 US-Dollar. Trotz der Umstrukturierungen kaufte das Unternehmen im Quartal eigene Aktien im Wert von 148 Millionen US-Dollar zurück. Ein neues Rückkaufprogramm über 300 Millionen US-Dollar wurde bereits vom Vorstand genehmigt.
Der gesamte Sektor steht unter genauer Beobachtung, da Marktteilnehmer potenzielle Risiken durch künstliche Intelligenz bei Software-Krediten prüfen. Bis zum Stichtag am 31. März 2026 wird sich zeigen, ob die geplante Sonderausschüttung von rund 2,35 US-Dollar je Aktie die gewünschte Entlastung der Bilanzstruktur realisiert.
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