Microsoft baut seine KI-Strategie konsequent aus — mit neuen Führungskräften, eigenem Bildgenerierungsmodell und einem massiven Rechenzentrum in Texas. Der Konzern will unabhängiger von externen Partnern werden, bleibt dabei aber weiterhin eng mit OpenAI verflochten.

Talente, Modelle, Infrastruktur

Ali Farhadi, ehemaliger CEO des Allen Institute for Artificial Intelligence, wechselt als Corporate Vice President zu Microsoft. Er berichtet direkt an Mustafa Suleyman, den CEO von Microsoft AI. Farhadi hatte zuvor Xnor.ai mitgegründet, das später von Apple übernommen wurde — ein klares Signal, dass Microsoft gezielt erfahrene KI-Forscher für den Aufbau eigener Modelle gewinnen will.

Parallel dazu hat Microsoft sein Bildgenerierungsmodell „MAI-Image-2" veröffentlicht. Laut Arena.ai-Rankings belegt es derzeit einen der drei vorderen Plätze unter allen Bildmodellen, liegt aber noch hinter den führenden Angeboten von Google und OpenAI. Das Modell wird in Copilot und den Bing Image Creator integriert; für OneDrive-Nutzer mit Microsoft-365-Abo kommen zudem neue „AI Restyle"-Funktionen für Fotos auf iOS, Android und im Web.

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Für die nötige Rechenkapazität hat Microsoft ein 700-Megawatt-Rechenzentrum in Abilene, Texas, gemietet — direkt neben dem „Stargate"-Campus, der ursprünglich für Oracle und OpenAI vorgesehen war. CEO Satya Nadella erwartet allerdings, dass das wachsende Angebot an Rechenkapazität bis 2027/2028 zu sinkenden Preisen für Computing-Ressourcen führen wird.

OpenAI-Bindung bleibt bestehen

Trotz der Bemühungen um mehr Eigenständigkeit ist Microsoft weiterhin tief mit OpenAI verbunden. OpenAI-CFO Sarah Friar bestätigte, dass Microsoft an der laufenden Finanzierungsrunde von OpenAI teilnimmt. Wie viel Kapital Microsoft beisteuert, ist bislang nicht bekannt.

Auf längere Sicht setzt der Konzern auch auf Wachstum in Afrika: Über die „Elevate"-Initiative plant Microsoft, bis 2026 drei Millionen Menschen auf dem Kontinent in KI-Kompetenzen zu schulen. Dazu gehört eine Partnerschaft mit MTN Group sowie eine Investition von rund 330 Millionen Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur in Südafrika.

Die Aktie notiert aktuell rund 21 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt — der Markt wartet offenbar darauf, dass die zahlreichen strategischen Initiativen sich in konkreten Ergebnissen niederschlagen.

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