Trotz starker Quartalszahlen und Fortschritten bei der Milliardenübernahme von Semrush finden die Papiere des Softwarekonzerns keinen Boden. Investoren zweifeln zunehmend an der Geschwindigkeit, mit der das Unternehmen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz wachsen kann. Erschwerend kommt die laufende Suche nach einem neuen Vorstandschef hinzu, die eine spürbare strategische Lücke hinterlässt.

Die anhaltende Skepsis spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Am Dienstag rutschte der Titel auf sein 52-Wochen-Tief von 207,00 Euro ab, was einem Verlust von rund 27 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Verantwortlich für diese Schwäche sind neben der allgemeinen Volatilität im Technologiesektor vor allem enttäuschende Details aus dem jüngsten Quartalsbericht. Zwar übertraf Adobe mit einem Umsatz von 6,40 Milliarden US-Dollar die Erwartungen der Analysten. Das traditionelle Lizenzgeschäft für Bildmaterial verzeichnete jedoch einen unerwartet starken Rückgang.

Semrush-Übernahme auf der Zielgeraden

Ungeachtet der trüben Marktstimmung treibt das Management den strategischen Umbau voran. Die geplante Übernahme des SEO-Spezialisten Semrush für 1,9 Milliarden US-Dollar hat in den vergangenen Wochen wichtige regulatorische Hürden genommen. Nach der Zustimmung der US-Behörden und der Semrush-Aktionäre gab am 20. März auch das deutsche Bundeskartellamt grünes Licht. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Geschäftsquartal erwartet.

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Mit diesem Zukauf will Adobe eine Lücke im eigenen Portfolio schließen. Durch die Kombination der bestehenden Kreativ- und Daten-Clouds mit den SEO-Analysen von Semrush entsteht eine Plattform, die Inhalte nicht nur erstellt, sondern auch für Suchmaschinen und große Sprachmodelle optimiert. Erste Konsequenzen dieser Integration zeigen sich bereits im Produktangebot. Das bisherige SEO-Tool in Marketo Engage wird bis Anfang April vollständig abgeschaltet und durch die neuen Kapazitäten ersetzt.

Historisch niedrige Bewertung

Die Risiken rund um den zunehmenden Wettbewerb durch KI-Alternativen haben zu einer spürbaren Neubewertung geführt. Aktuell wird das Unternehmen nur noch mit dem 14- bis 18-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Dieser Wert liegt weit unter dem historischen Durchschnitt, der in der Vergangenheit oft das 30- bis 40-fache betrug.

Marktbeobachter blicken entsprechend uneinheitlich auf die kurzfristigen Perspektiven des Software-Riesen. Die aktuellen Kursziele der Experten weisen eine enorme Bandbreite auf:

  • Morgan Stanley: 510 US-Dollar
  • Median aller Analysten: 322,50 US-Dollar
  • KeyBanc: 235 US-Dollar

Der erfolgreiche Abschluss der Semrush-Übernahme im kommenden Quartal bietet den nächsten konkreten Katalysator für die Aktie. Gleichzeitig sucht der Aufsichtsrat weiterhin nach einem "KI-nativen" Nachfolger für den scheidenden CEO Shantanu Narayen. Erst die Ernennung einer neuen Führungsspitze und eine klare Strategie zur KI-Monetarisierung dürften die Unsicherheit beenden, die derzeit schwer auf der Bewertung lastet.

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