Micron hat in Indien ein neues Halbleiterwerk eröffnet – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die globale Speicherindustrie vor einer historischen Versorgungskrise steht. Während Rechenzentren für KI-Anwendungen massenhaft Arbeitsspeicher ordern, leiden andere Branchen unter explodierenden Preisen und leeren Lagern. Die Folgen treffen Endkunden hart.

Neues Werk in Sanand

Am 28. Februar 2026 hat Premierminister Modi offiziell Microns neue Produktionsstätte in Sanand eingeweiht. Das Werk für Montage, Test und Verpackung (ATMP) verschlang Investitionen von 22.516 Crore Rupien. Dort werden DRAM- und NAND-Wafer zu fertigen Speicherprodukten wie SSDs und RAM-Modulen verarbeitet, die weltweit ausgeliefert werden.

Aktuell arbeiten 2.000 Menschen in der Anlage. Micron plant, die Belegschaft auf 5.000 zu erweitern. CEO Sanjay Mehrotra betonte zur Eröffnung, dass Speicherinfrastruktur für den Ausbau künstlicher Intelligenz unverzichtbar sei.

Preisexplosion durch KI-Nachfrage

Die Inbetriebnahme fällt in eine Phase extremer Knappheit. KI-Rechenzentren saugen derzeit verfügbare Speicherkapazitäten auf und lassen andere Technologiesektoren auf dem Trockenen sitzen. Marktforscher Gartner prognostiziert bis Jahresende 2026 einen Preisanstieg bei DRAM und NAND um 130 Prozent.

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Die Zahlen aus der Industrie sind drastisch: Dell-COO Jeff Clarke berichtete, dass DRAM-Preise in sechs Monaten um das 5,5-Fache auf 2,39 Dollar pro Gigabit kletterten. NAND verteuerte sich im selben Zeitraum um das Vierfache auf 0,20 Dollar pro Gigabyte. Bei HP machen Speicherkomponenten mittlerweile 35 Prozent der PC-Materialkosten aus – zuvor waren es 15 bis 18 Prozent. Für das laufende Quartal rechnet HP mit einer weiteren Verdopplung der Speicherpreise.

Endkunden zahlen die Zeche

PC- und Smartphone-Hersteller geben die Kostensteigerungen weiter. Lenovo kündigte bereits höhere Verkaufspreise für das Gesamtjahr an. IDC erwartet für 2026 einen Rückgang des globalen PC-Markts um 11,3 Prozent und beim Smartphone-Absatz um 12,9 Prozent. Gartner kommt zu ähnlichen Einschätzungen: minus 10,4 Prozent bei PCs, minus 8,4 Prozent bei Smartphones.

Unternehmenskunden verlängern ihre Geräte-Erneuerungszyklen um etwa 15 Prozent, Privatkäufer müssen mit Preisaufschlägen von rund 14 Prozent rechnen. Analysten gehen davon aus, dass die Versorgungsprobleme bis ins Jahr 2027 anhalten werden.

Die Micron-Aktie profitiert von der Preismacht der Speicherhersteller und notiert nach einem Kursanstieg von knapp 300 Prozent in zwölf Monaten aktuell bei 349 Euro – weit entfernt vom 52-Wochen-Tief von 59,18 Euro im April 2025. Für Zulieferer und Speicherproduzenten könnte die Krise zur Gewinnmaschine werden, während die restliche Branche unter massivem Kostendruck ächzt.

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