Die Veröffentlichung vorläufiger Geschäftszahlen für das Jahr 2025 hat bei Canadian Solar zum Ende der Handelswoche für deutliche Verstimmungen gesorgt. Während die Solarbranche ohnehin mit fallenden Preisen und neuen Handelsbarrieren kämpft, werfen die ungeprüften Daten Fragen zur kurzfristigen Stabilität auf. Investoren reagierten prompt und schickten das Papier auf Talfahrt.

Am Freitag präsentierte das Unternehmen erste Eckdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr. Da es sich um noch ungeprüfte Zahlen handelt, steht der finale, testierte Geschäftsbericht zwar noch aus, doch die Richtung scheint für den Markt bereits klar zu sein. Die Aktie gab am Freitag um über elf Prozent nach und markierte damit eine Fortsetzung des schwierigen Trends, der das Papier seit Jahresbeginn bereits knapp 31 Prozent an Wert gekostet hat.

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Branche unter massivem Preisdruck

Doch warum wiegt die Skepsis der Anleger derzeit so schwer? Der Abwärtstrend bei Canadian Solar ist kein isoliertes Phänomen, sondern spiegelt die angespannte Lage der gesamten Photovoltaik-Branche wider. Ein wesentlicher Treiber ist der drastische Verfall der Preise für Solarmodule. Dies belastet nicht nur Canadian Solar, sondern drückte bereits Wettbewerber wie JinkoSolar tief in die Verlustzone.

Zusätzlich erschweren politische Spannungen das internationale Geschäft. Neue US-Strafzölle auf Solarimporte aus asiatischen Ländern, die teilweise über 100 Prozent liegen, erhöhen den Margendruck im globalen Wettbewerb massiv. Wenn gleichzeitig Branchengrößen wie First Solar ihre Umsatzprognosen für das kommende Jahr aufgrund von Produktionsengpässen senken, bleibt für Optimismus wenig Raum.

Bilanz und Aktionärsstruktur

Trotz der operativen Hürden zeigt die Bilanz mit einem Verschuldungsgrad von 0,93 eine vergleichsweise geordnete Struktur. Auffällig war am Freitag zudem das deutlich gesunkene Handelsvolumen, das etwa 60 Prozent unter dem Durchschnitt lag. Dies deutet darauf hin, dass viele Marktteilnehmer trotz des Kursverfalls zunächst die detaillierten Jahreszahlen abwarten, bevor sie neue Positionen eingehen. Mit einem Anteil von über 52 Prozent bleiben zudem institutionelle Investoren mehrheitlich an Bord.

Spannend wird nun die Veröffentlichung des vollständigen Geschäftsberichts. Erst dann lässt sich abschließend bewerten, wie stark die Produktionsauslastung und die neuen Handelsbarrieren die Profitabilität im Jahr 2026 tatsächlich beeinflussen werden. Die Marktteilnehmer warten nun auf konkrete Signale des Managements, wie das Unternehmen auf den anhaltenden Preisverfall und die verschärften Importregeln reagieren will.

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