Das japanische Unternehmen steht kurz vor der Aktivierung einer massiven Kapitalspritze. Nach einer beeindruckenden Rallye von 90 Prozent seit den Dezember-Tiefstständen fehlt der Metaplanet-Aktie nur noch ein kleiner Schritt, um ein umfangreiches Optionsprogramm wiederzubeleben. Das Ziel ist klar definiert: Die Einnahmen sollen direkt in weitere Bitcoin-Käufe fließen.

Der Kampf um die 637-Yen-Marke

Am Donnerstag schloss die Aktie bei 613 Yen, nachdem sie im Tagesverlauf bereits kurzzeitig die kritische Marke von 639 Yen berührt hatte. Das hohe Handelsvolumen von 46,3 Millionen Aktien – deutlich über dem Durchschnitt von 32,9 Millionen – unterstreicht das enorme Interesse der Marktteilnehmer.

Der Fokus liegt auf der Schwelle von 637 Yen. Dies ist der Auslösepreis für die 23. Serie der sogenannten "Moving Strike Warrants" (MSW), die vom EVO Fund gehalten werden. Sobald diese Marke nachhaltig überschritten wird, kann der Fonds Optionen ausüben, die den Verkauf von bis zu 105 Millionen neu ausgegebenen Aktien ermöglichen. Das frische Kapital würde die Kriegskasse für Bitcoin-Akquisitionen sofort füllen. Eine weitere Tranche wartet bei 777 Yen, was insgesamt bis zu 210 Millionen neue Aktien bedeuten könnte.

Bewertung erlaubt wieder Expansion

Das Management hatte das Programm pausiert, als der Aktienkurs nach dem Allzeithoch vom Juni (1.930 Yen) um 80 Prozent eingebrochen war. Damals wäre die Ausgabe neuer Aktien für die Altaktionäre nachteilig gewesen, da das Verhältnis zum Nettoinventarwert (mNAV) unter 1 gefallen war.

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Die Situation hat sich nun grundlegend geändert. Mit einem mNAV von aktuell 1,36 wirkt die Ausgabe neuer Aktien wieder wertsteigernd (accretive). Das bedeutet konkret: Das pro Aktie neu gewonnene Bitcoin-Volumen übersteigt den Verwässerungseffekt durch die neuen Anteile.

Bilanz eines Bitcoin-Riesen

Metaplanet hat seine Position als größter börsennotierter Bitcoin-Halter Asiens und viertgrößter weltweit massiv ausgebaut. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

  • Bestand: 35.102 Bitcoin im Wert von ca. 3,36 Milliarden Dollar.
  • Kaufpreis: Durchschnittlich ca. 102.241 Dollar pro Bitcoin.
  • Schuldenstruktur: Mit 280 Millionen Dollar Verbindlichkeiten stehen die Schulden in einem gesunden Verhältnis zum Bitcoin-Vermögen (Faktor 12 zugunsten der Assets).
  • Operatives Geschäft: Die Bitcoin-Dienstleistungssparte generierte 2025 geschätzte 55 Millionen Dollar Umsatz.

Ein zwischen Oktober und Dezember 2025 durchgeführtes Aktienrückkaufprogramm über 1,14 Milliarden Yen war zwar volumenmäßig klein, diente aber als Vertrauenssignal des Managements an die Aktionäre.

Ausblick

Während Analysten im Durchschnitt ein Kursziel von 1.927,50 Yen sehen – was weit über dem aktuellen Niveau liegt – richtet sich der Blick nun auf den 17. Februar. An diesem Datum wird das Unternehmen die Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 vorlegen und zeigen müssen, ob die aggressive Akquisitionsstrategie weiterhin Früchte trägt.

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