Metaplanet meldet für das Geschäftsjahr 2025 einen rekordverdächtigen Nettoverlust von über 95 Milliarden Yen. Während das operative Geschäft dank erfolgreichem Optionshandel floriert, zwingt der gefallene Bitcoin-Kurs das Unternehmen zu gigantischen Wertberichtigungen. CEO Simon Gerovich sieht die langfristige Strategie dennoch durch neue institutionelle Akteure bestätigt, doch die Aktie handelt weit unter ihren Höchstständen.

Operativer Gewinn vs. Buchverlust

Die Diskrepanz zwischen operativem Geschäft und dem ausgewiesenen Nettoergebnis könnte kaum größer sein. Für das Geschäftsjahr 2025 verzeichnete Metaplanet einen Umsatzsprung auf 8,9 Milliarden Yen. Der operative Gewinn explodierte dabei um über 1.600 Prozent auf 6,29 Milliarden Yen. Dieser Anstieg resultiert fast ausschließlich aus Erträgen der Optionshandelsstrategie, mit der das Management laufende Einnahmen aus der Volatilität generiert.

Unter dem Strich steht jedoch ein massiver Fehlbetrag von 95,05 Milliarden Yen. Ursache ist eine nicht zahlungswirksame Abschreibung in Höhe von 102,2 Milliarden Yen auf den Bitcoin-Bestand. Da der Bitcoin-Kurs von der Spitze bei 125.000 US-Dollar auf unter 90.000 US-Dollar fiel, mussten die Bestände laut Rechnungslegungsstandards im Wert korrigiert werden. Diese Volatilität schlägt direkt auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung durch, auch wenn keine Coins verkauft wurden.

Institutionelle Akzeptanz wächst

Trotz der roten Zahlen verteidigt CEO Simon Gerovich den Kurs. Er verweist auf Daido Limited, ein 147 Jahre altes japanisches Industrieunternehmen, das am 28. Februar ankündigte, Bitcoin im Wert von bis zu einer Milliarde Yen zu erwerben. Gerovich wertet diesen Schritt als Indiz dafür, dass sich Bitcoin in Japan zunehmend als betriebliche Reservewährung etabliert, um Inflationsrisiken und der Yen-Abwertung zu begegnen.

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Metaplanet selbst hält inzwischen 35.102 Bitcoins und ist damit der viertgrößte börsennotierte Halter weltweit. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei etwa 107.000 US-Dollar pro Coin. Bei aktuellen Marktpreisen zwischen 64.000 und 68.000 US-Dollar sitzt das Unternehmen auf erheblichen unrealisierten Verlusten.

Strategieanpassung und Analystenmeinung

Um die Bilanz zu stabilisieren und den "BTC Yield" pro Aktie zu steigern, diversifiziert Metaplanet seine Finanzierung. Neben Wandelanleihen setzt das Unternehmen nun auf Vorzugsaktien und startete ein Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen US-Dollar. Für das Geschäftsjahr 2026 plant das Management einen operativen Gewinn von 11,4 Milliarden Yen.

An der Börse überwiegt vorerst die Skepsis. Die Aktie notierte zuletzt bei 319 Yen, weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 1.930 Yen. Analysten von Cantor Fitzgerald reagierten auf die Bilanzbelastungen und senkten ihr Kursziel drastisch von 6,00 auf 3,00 US-Dollar, behielten aber ihre "Overweight"-Einstufung bei.

Metaplanet verfolgt weiterhin den aggressiven Plan, die Bestände bis 2027 auf 210.000 Bitcoin auszubauen. Da der aktuelle Durchschnittspreis der Bestände deutlich über dem Marktwert liegt, bleibt das finanzielle Profil des Unternehmens extrem von einer baldigen Erholung des Kryptomarktes abhängig. Ohne steigende Bitcoin-Kurse werden die operativen Gewinne aus dem Optionshandel kaum ausreichen, um die Bewertungsverluste in der Bilanz dauerhaft auszugleichen.

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